
Nach 60 Jahren ist nun für das nächste Traditions-Kaufhaus das Aus besiegelt und es muss für immer schließen. Mit der Schließung einher, geht jedoch auch viel Ungewissheit.
Die Pleitewelle bricht ungehindert weiter über die deutsche Unternehmenswelt herein und hat das nächste Traditions-Kaufhaus erwischt, dass jetzt seine Türen für immer schließen wird. Die schlechte Wirtschaftslage überschattet sogar die Schließung selbst.
Anmeldung der Insolvenz löste Schock und Unglauben aus
Bereits im letzten Jahr hat das große Traditions-Kaufhaus im Oktober den Insolvenzantrag gestellt. Die Gründe hierfür waren so vielfältig und so bekannt wie bei den meisten Unternehmenspleiten: Durch die Corona-Krise, den Ukraine-Krieg und die Inflation sind immer weniger Menschen bereit, für die Produkte in dem Kaufhaus Geld auszugeben und suchen lieber nach günstiger Ware im Internet. Hinzu kommt, dass die Innenstadt, in der das Traditionsgeschäft liegt, inzwischen nicht mehr so belebt ist, wie es früher einst war. Trotz der wohl bekannten Gründe zeigten sich viele schockiert. Die meisten wollten dieser Nachricht zunächst keinen Glauben schenken. Aber die Bestätigung durch das Unternehmen beseitigte alle Zweifel endgültig.
Traditions-Kaufhaus muss schließen: Eine große Hürde steht den Inhabern noch bevor
Nachdem die Schließung des Kaufhauses feststand, haben die Inhaber fleißig nach neuen Mietern der Räumlichkeiten gesucht. Da das Traditions-Kaufhaus Azad in der Dortmunder Innenstadt mehr als ausreichend Platz zur Verfügung hatte, können die Pläne zukünftiger Nachmieter entsprechend größere Dimensionen annehmen. Zahlreiche Interessenten sahen sich die Lagerfläche an, auf der noch eine Menge handgeknüpfte Teppiche und Möbelstücke zu finden sind.
Ein Interessent wollte aufgrund der großen Quadratmeterzahl eine Markthalle aus dem Gebäude machen. Doch im Februar kam dann der Schock: Die große Restaurantgruppe, die namentlich in den Medien nicht genannt werden will, machte einen Rückzieher. Die Gründe hierfür bleiben unklar. Vielleicht gingen die Umsätze zurück oder die Umbaumaßnahmen gestalteten sich im Nachhinein doch als zu teuer. Fest steht nur, dass die Kunden weiterhin mit Reduzierungen von bis zu 80 Prozent echte Schnäppchen machen können. Nur wie lange, das ist noch unklar. Denn mit der Restaurantgruppe waren die Mietverhandlungen bereits abgeschlossen, sodass man allen anderen Interessenten absagte. Nun, da der Mietvertrag nicht zustande kam, muss Azad erneut auf Nachmieter-Suche gehen.














