Nach dem Wolf: Raubtier breitet sich in deutschen Wäldern aus

Ein unbekanntes Wildtier steht auf einem üppigen, grünen Naturweg mitten im Wald, umgeben von Tannen und Wiese. Ein roter Pfeil markiert das Raubtier, eines der größten in Baden-Württemberg.
Symbolbild

Nach dem Wolf, dessen Bestand sich sehr gut erholt hat, breitet sich nun ein weiteres Raubtier in den deutschen Wäldern aus. Man bekommt es jedoch kaum zu Gesicht.

Des einen Freud, des anderen Leid: So könnte man die Rückkehr des Wolfes wohl am besten beschreiben. Während sich die eine Seite darüber freut, dass es der Wolf geschafft hat, seine Population wieder zu steigern, wünschen sich andere, dass er niemals zurückgekehrt wäre. Doch nun breitet sich ein weiteres Raubtier in den deutschen Wäldern aus.

Artenvielfalt soll wieder zunehmen

Experten und Naturliebhaber wissen die Rückkehr von fast ausgestorbenen Tieren zu schätzen. Dies bedeutet nämlich zum einen, dass sich die Natur wieder erholt und sich langsam zurückholt, was der Mensch ihr genommen hat. Die Bedingungen für die Wildtiere, aber auch die wild wachsenden Pflanzen scheinen sich wieder zu verbessern, sodass sich die Anstrengungen der vergangenen Jahre und auch die zukünftigen wohl lohnen werden. Zum anderen sorgen bestimmte Raubtiere dafür, dass die Bestände der Beutetiere wieder abnehmen und regelt so die Population auf natürliche Art und Weise.

Raubtier breitet sich weiter aus – und es ist sehr scheu

Lesen Sie auch
Bürger zahlen kräftig drauf: Diese Dinge werden 2026 noch teurer

Nun haben Wildtierkameras ein weiteres Raubtier aufgenommen, das sich in den deutschen Wäldern auszubreiten scheint. Zu Gesicht bekommt man dieses seltene und schöne Tier wohl eher nicht. Denn es gilt als äußerst scheu und ist zudem nachtaktiv. Die Rede ist vom Goldschakal. Den Namen hat er von der Farbe seines Fells, das rot-golden schimmert. Experten können anhand von Bildern die Größe der Population schlecht schätzen. Es scheint jedoch sicher, dass das wärmere Klima in Deutschland dazu beigetragen hat, dass der Goldschakal nun Gast in unseren Wäldern ist.

Da er jetzt erst wieder gesichtet wurde, können Wissenschaftler bislang nicht einschätzen, welche Auswirkungen die Raubtiere auf das System Wald haben werden. Noch scheint seine Anwesenheit keine negativen Folgen zu haben. Deshalb gehen Experten davon aus, dass die Goldschakale zu den nicht-invasiven Arten gehören. Der Goldschakal ist entfernt mit dem Wolf verwandt, gehört aber zu den Hundeartigen. Wissenschaftler zeigen sich neugierig, wie die deutsche Gesellschaft mit dem neuen Raubtier umgehen wird. Sein Verwandter, der Wolf, ist hierzulande aufgrund der zahlreichen Angriffe auf Ziegen, Schafe und Kühe sehr unbeliebt.