Nach fast 170 Jahren – Traditionshersteller meldet Insolvenz an

Auf Würfeln steht geschrieben: Insolvenz. Darunter liegt Münzgeld und im Hintergrund Geldscheine. Die Insolvenz bedeutet wirtschaftliche Schwierigkeiten für das Unternehmen, das seine Rechnungen nicht mehr bezahlen kann.
Symbolbild © istockphoto/Leonsbox

Nach fast 170 Jahren befindet sich dieser Traditionsbetrieb in einer herausfordernden Lage. Die Insolvenz bleibt nicht folgenlos für die Beschäftigten des Herstellers ‒ und auch zwei emotionale Schicksalsschläge machen den Betroffenen zu schaffen.

Die Geschichte dieses Betriebs lässt aufhorchen: Überraschende Todesfälle und eine wirtschaftliche Schieflage bringen das Unternehmen in eine Krise.

Getränkehersteller muss gleich zwei Todesfälle verkraften

Es ist nicht die erste Insolvenz ‒ und doch dürfte sich die erneute Schieflage besonders schmerzhaft für die Betroffenen anfühlen. Denn mit der Krise gehen auch Schicksalsschläge einher: Friedrich Berentzen musste mit nur 56 Jahren sein Leben lassen. Mit lediglich 60 Jahren ist inzwischen auch der Bruder und Geschäftsführer Christian Berentzen verstorben. Die Führung des betroffenen Unternehmens hatten sich die Geschwister geteilt, bevor Christian Berentzen übernehmen musste. Nun ist der Getränkehersteller aus Rheinland-Pfalz insolvent. Trotz der vielen Herausforderungen gibt es jetzt jedoch wieder etwas Hoffnung für die betroffene Belegschaft: Inzwischen ist klar, wie es mit dem Betrieb weitergeht.

Nach fast 170 Jahren in der Schieflage: So geht es weiter

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Die Wurzeln der Rhenser Mineralbrunnen GmbH reichen viele Jahre zurück. Bereits über 160 Jahre ist der Betrieb bereits am Markt. Neben der Marke „WasserGlück“ zählen auch die Biermarke „Koblenzer“ sowie die Produkte von „SILVETTA“ zum Getränkeproduzenten. 140 Mitarbeiter waren bislang für den Betrieb tätig, der unter anderem den Wettbewerbsdruck als Grund für die Insolvenz nennt. Die Angestellten mussten zunächst für einige Zeit um ihre Arbeitsplätze bangen, doch nun konnte eine Lösung gefunden werden: Die Refresco Deutschland GmbH hat zum 1. August 2026 übernommen. Obwohl ein Großteil der Jobs erhalten bleibt, haben einige Beschäftigte dennoch ihre Anstellung verloren.

Ziel ist es, die traditionsreiche Marke Rhenser zu erhalten. Der in Mönchengladbach sitzende Getränkeabfüller Refresco Deutschland zeigt sich erfreut: Man könne das eigene Markenportfolio mit der Übernahme gezielt stärken. Holger Sieck, der die Geschäftsführung nach dem plötzlichen Tod Berentzens übernommen hatte, bedankt sich bei den Mitarbeitern und bezeichnet Refresco als starke Muttergesellschaft. Diese ist unter anderem bekannt für die Marken „hella“ und „Fürst Bismarck“.

(Quellen: Rhenser, FR)