Nach fast 50 Jahren: Familienunternehmen kämpft ums Überleben

Ein Blick auf einen großen Bauernhof. Es ist Sommer und die Sonne scheint. Der Himmel ist strahlend blau. Es sind mehrere grüne Weidewiesen zu erkennen. Die Häuser selbst sind mit Holz verkleidet.
Symbolbild © istockphoto/spaceport9

Jetzt ist es endgültig aus: Das Familienunternehmen kämpft schon lange ums Überleben und kann sich jetzt nicht mehr über Wasser halten. Der Grund ist absolut kein Geheimnis mehr.

Schon lange kämpft das Familienunternehmen ums Überleben. Doch die Branche hat es aktuell nicht leicht. Jetzt spricht der Inhaber offen über die Herausforderungen und die schwere Entscheidung.

Nach über 30 Jahres das Aus

Seit Jahren steckt Deutschland in einer der heftigsten wirtschaftlichen Krisen. 2020 begannen sie mit der Covid-Krise und stellten das Land vor diverse Herausforderungen. Die Industrieproduktion geht immer weiter zurück, und auch die Arbeitslosenquote steigt in Konsequenz stetig. Für Verbraucher wird alles, angefangen beim Strom über die Mieten bis hin zum Lebensmitteleinkauf teurer. Doch auch große und alteingesessene Unternehmen tun sich schwer.  Während die Energie- und Rohstoffpreise immer weiter steigen, sinkt die Nachfrage in nahezu allen Branchen.

Auch die Landwirtschaft ist davon betroffen. So kämpft auch das Familienunternehmen Dammann seit Jahren ums Überleben. Die Herbert Dammann GmbH wurde im Jahr 1979 von dem gleichnamigen Unternehmer in Buxtehude gegründet. Dieser spezialisierte sich auf technische Systeme für die Dosierung verschiedener Flüssigkeiten zum Pflanzenschutz. Mittlerweile leitet Nadine Dammann den Konzern in zweiter Generation und sieht offensichtlich keinen Ausweg. Deshalb hat sie Ende Mai Insolvenz beantragt.

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Die Geschäftsführerin gibt nicht auf

Aktuell ist Rechtsanwalt Dr. Per Hendrik Heerma aus Hamburg als Sachverwalter für die weiteren Schritte verantwortlich und unterstützt Dammann in dieser schweren Phase. Doch das soll nicht das Ende des unter Insolvenzschutz stehenden Betriebs sein. Das Familienunternehmen kämpft weiter ums Überleben und will sich auch jetzt noch beweisen. Die Verantwortlichen nennen ganz klare Gründe für die Insolvenz. So soll ihnen vor allem die wirtschaftliche Lage in der Landmaschinentechnik das Genick gebrochen haben.

Restrukturierungsmaßnahmen hat die Geschäftsführerin aktuellen Medienberichten zufolge sogar schon vor Anmeldung der Zahlungsunfähigkeit vorgenommen. Jetzt soll ein Investorenprozess neue Gelder reinholen. Die Verantwortlichen glauben weiterhin, dass sie es schaffen können und betonen die weiterhin gute Marktlage des Industrieunternehmens. Die mehr als einhundert Mitarbeiter dürfen hoffen, dass die nachhaltige Sanierung gelingt.

(Quellen: BILD, Insolvenzbekanntmachungen, Herbert Dammann GmbH, agrarheute, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)