
Nach fast 70 Jahren muss eine Kult-Firma nun einen schwierigen Schritt gehen, denn sie ist insolvent. Millionen Kunden sind erschüttert, denn das Konzept hat ihr Leben verändert. Doch das Unternehmen hatte keine andere Wahl.
Dieser Schritt dürfte der Unternehmensführung nicht leicht gefallen sein, doch leider war er unumgänglich. Eine Kult-Firma, die seit fast 70 Jahren Millionen von Kunden begeistert, ist nun insolvent.
Seit fast sieben Jahrzehnten Erfolg und Millionen Kunden folgt die Insolvenz
1963 startete die Kult-Firma, die in den USA gegründet wurde, ihr damals revolutionäres Konzept. Sie nahm sich eines großen Problems vieler Menschen an und bot eine Lösung, die so einfach wie genial war. Gegen einen monatlichen Betrag konnte man sich hier viele Tipps holen und so sein Leben grundlegend verändern. Menschen, die bislang keinen Erfolg und die Hoffnung eigentlich schon verloren hatten, fanden in diesem Konzept die ersehnte Rettung. Das Leben wurde für viele leichter und man konnte nicht nur eben dieses wieder genießen, sondern auch das Essen. Doch trotz jahrzehntelangen Erfolges und Millionen zufriedenen Kunden folgt nun die Insolvenz.
Für die Zukunft geht das Konzept wohl nicht auf
So beliebt und erfolgsversprechend dieses Konzept auch war, reicht es wohl nicht für die Zukunft aus. Denn die Konkurrenz wartet inzwischen mit anderen – beliebteren – Methoden auf. Und wenn sich diesen auch noch prominente Menschen anschließen, hat ein jahrzehntealtes Konzept wohl weniger Chancen. Dies musste Weight Watchers auch selbst erkennen und unternahm in der Vergangenheit diverse Versuche, mit der Konkurrenz mitzuhalten. Die Marke mutierte vom reinen Abnehmunternehmen zu einer Lifestyle- und Wellness-Firma, bei der das Abnehmen nicht mehr im Vordergrund stand.
Doch Abnehmspritzen wie Ozempic machen es dem traditionellen Diätunternehmen schwer. Obwohl Experten immer wieder vor solchen Abnehmmethoden warnen und lieber eine langfristige, gesunde Gewichtsabnahme propagieren, nutzen immer mehr Menschen die Spritzen, um schnell abzunehmen. Als Oprah Winfrey, die bei Weight Watchters sogar Mehrheitsanteile und einen Vorstandsposten besaß, im letzten Jahr das Unternehmen verließ und sich für medizinische Methoden zur Gewichtsreduktion aussprach, verschlechterte dies auch die Lage von Weight Watchers. Mithilfe des sogenannten Chapter-11-Verfahrens soll die Kult-Firma nun die Chance bekommen, sich zu erholen. Mit 1,15 Milliarden Euro Schulden dürfte dies aber sehr schwierig werden. Trotzdem zeigen sich die Geschäftsführer optimistisch. Man habe einen Plan entwickelt, der vielleicht die Rettung bringen könnte.














