Nach Hamburg: Auch Kult-Weihnachtsmarkt in Rostock gestrichen

Die Polizei steht am Abend mit einem Fahrzeug auf einem weihnachtlich geschmückten Weihnachtsmarkt. Für den Einsatz auf der Veranstaltung wurden Absperrungen in der Innenstadt aufgestellt.
Symbolbild © imago/Moritz Schlenk

Nachdem die Bürger gleich in mehreren Städten auf einen Bummel über den Christkindlemarkt verzichten müssen, wird nun auch ein Kult-Weihnachtsmarkt in Rostock gestrichen. Damit verschwindet ein weiteres Stück Kultur.

In die Liste der gestrichenen Märkte reiht sich nun ein weiterer ein. Ein Kult-Weihnachtsmarkt in Rostock wird für dieses Jahr ebenfalls gestritten. Die Gründe sind immer dieselben und zeigen auf, dass sich etwas ändern muss.

Gleich mehrere Weihnachtsmärkte abgesagt: „Situation wird immer schwieriger“

Immer länger wird die Liste der Weihnachtsmärkte, die von den Veranstaltern abgesagt werden. Zwar sind es nicht Hunderte von Märkten, die in diesem Jahr ausfallen. Doch es sind bedeutungsvolle Veranstaltungen, auf die sich die Bürger jedes Jahr freuen und die für viele einen kulturellen Wert haben.

Die Gründe für die Absagen zeigen ein großes Problem auf. Aufgrund mehrerer Terroranschläge auf Weihnachtsmärkte, bei denen Fahrzeuge genutzt wurden, um möglichst viele Menschen zu töten, bestehen die Behörden auf zusätzlichen Sicherheitsmaßnahmen. Dadurch gestaltet sich die Situation für die Veranstalter von Jahr zu Jahr schwieriger.

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Kult-Weihnachtsmarkt in Rostock gestrichen: „Können es nicht anders lösen“

Die Städte und Gemeinden wollen in vielen Fällen die Kosten für die verschärften Sicherheitsmaßnahmen anheben. Dazu zählen nicht nur ein Sicherheitsdienst vor Ort, sondern auch Blockaden, damit kein Auto in die Menschenmenge fahren kann. Solche Maßnahmen kosten jedoch so viel Geld, dass sich kleinere Veranstalter wie Vereine diesen Aufwand nicht mehr leisten können.

So sieht die Situation auch für die Rostocker Weihnachtsmarkt im Iga Park aus. Bereits im letzten Jahr fiel der beliebte Markt aus. Damals hieß es auf der Webseite, dass man die Kosten nicht tragen könne und schon länger mit der Stadt im Gespräch sei. Diese habe bislang jedoch einen Zuschuss zu den Kosten abgelehnt. Bislang findet man von offizieller Seite noch keine Bestätigung dieser Meldung. Auf der Homepage findet sich lediglich der Hinweis, dass man sich im Jahr 2025 wiedersehe.

(Quellen: Eigene Recherchen der ka-insider Redakteure, iga-park-rostock, rostocker.weihnachtsmarkt.de)