Nach Insolvenz: Alle Reisen gestrichen – „Über 170.000 betroffen“

Nach ihrer Ankunft am Flughafen wartet eine große Menschenmenge am Gepäckband auf ihre Taschen und Koffer. Im Hintergrund hängt ein Bildschirm für Informationen für die reisenden Passagiere.
Symbolbild © imago/ANP

Nun haben die Kunden endlich Gewissheit: Alle Reisen sind gestrichen worden. Von diesem Beschluss sind über 170.000 Reisende betroffen. So soll es jetzt für die Kunden weitergehen.

Nach der Insolvenz eines großen Reiseveranstalters war lange Zeit nicht klar, wie es mit den gebuchten Reisen weitergehen soll. Schließlich stehen die Urlaube kurz bevor. Doch jetzt kam die klare Meldung: Alle Reisen sind gestrichen. Von diesem Beschluss sind über 170.000 Kunden betroffen. So soll es jetzt weitergehen.

Alle Reisen gestrichen – was dies für die bezahlten Urlaube bedeutet

Seitdem ein bekannter Reiseveranstalter Insolvenz angemeldet hat, bleiben die Kunden mit vielen Fragen zurück. Insbesondere, da bald die Sommerferien beginnen. Viele Menschen haben über den Veranstalter ihre Pauschalreise gebucht und fragen sich schon länger, ob sie diese überhaupt antreten können. Wie der Insolvenzverwalter bereits mitteilte, bemühe man sich um eine Lösung für die Kunden, das jedoch zunächst für die Reisen, die ab dem 1. Juli beginnen. Wer davor verreisen wollte, kann dies leider nicht tun. Denn alle Reisen wurden gestrichen. Über den Deutschen Reiseversicherungsfonds (kurz DRSF) bekommen die Kunden ihre Gelder zurück.

Lesen Sie auch
Kehrtwende: Erster Metzger in Deutschland wird zum Veganer

Reiseveranstalter hat keine andere Wahl als alle Reisen zu streichen

Zwar habe es im Vorfeld Verhandlungen mit anderen Reiseveranstaltern gegeben, ob diese die geplanten Reisen von FTI vielleicht übernehmen könnten. Doch nun wurden alle Pauschalreisen gestrichen und die Kunden sollen ihr Geld zurückbekommen. Dies gilt jedoch nur für die Reisenden, die eine Pauschalreise gebucht haben, was ca. 175.000 Kunden betrifft. Alle anderen, die nur einzelne Leistungen wie zum Beispiel Transfers, Hotels oder Flüge über FTI gebucht haben, bekommen ihr Geld nicht wieder.

Da kurz vor den Sommerferien die Zeit nicht gereicht habe, um eine Lösung zu finden, sah man laut Insolvenzverwalter Axel Bierbach keine andere Möglichkeit, als die Buchungen zu stornieren. Die stornierten Buchungen machen einen dreistelligen Millionenbetrag aus. Dadurch wolle man jedoch den Kunden die Möglichkeit geben, ihre Reise bei einem anderen Veranstalter zu buchen.