
Nach einem Stellenabbau zieht es den Geräte-Konzern Stihl jetzt ins Ausland – zumindest teilweise. Damit reagiert ein weiteres Untenehmen auf die schwierige wirtschaftliche Lage in Deutschland und will so die eigene Zukunft sichern.
Mit dem Mega-Konzern Stihl zieht es nun ein weiteres deutsches Großunternehmen teilweise ins Ausland. Zuletzt hatte der Hersteller von sich reden gemacht, als er einen massiven Stellenabbau vornahm. Und wieder folgt keine gute Nachricht für die deutsche Wirtschaft.
Deutschland steht vor einem großen Problem: Immer mehr Unternehmen wandern ins Ausland ab
Sehr zum Leidwesen der deutschen Wirtschaft, die sowieso schon gebeutelt ist, wandern immer mehr Unternehmen ins Ausland ab. Ob es sich dabei um die Entwicklung oder die Produktion handelt, ist vollkommen egal. Denn beides trifft Deutschland sehr. Gerade dann, wenn es sich um große deutsche Konzerne handelt. Doch wieso verlassen immer mehr Firmen den deutschen Standort? Große Wirtschaftsprüfer-Kanzleien haben Geschäftsführer befragt und vornehmlich vier Gründe ausgemacht.
Ein deutsches Sprichwort lautet: „Von der Wiege bis zur Bahre, Formulare, Formulare.“ Dies kennzeichnet sehr gut die deutsche Bürokratie. Für alles braucht man hierzulande irgendein Formular oder einen Antrag. Die Bescheidung dauert meistens Wochen und Monate. Doch Zeit ist Geld und so bemängeln viele Konzerne die überbordende deutsche Bürokratie, die für die Wettbewerbsfähigkeit ein enormes Hindernis darstellt. Als zweiten Grund nennen viele Konzerne die mangelnde Digitialisierung. Schnelles Internet gibt es nicht überall und das Netz ist zum Teil langsam und störanfällig. Hinzu kommen die hohen Steuern und die steigenden Energiepreise.
Auch Konzern Stihl: Nun geht es ins Ausland
Zwar verlegt der Gerätehersteller, den man von Sägen, Mährobotern und anderen elektrischen Geräten kennt, nicht seinen kompletten Standort ins Ausland. Zukünftig findet jedoch die Entwicklung der Mähroboter in China statt. Mit diesem Schritt will der Konzern wettbewerbsfähig bleiben und sich besser an die sich stetig wechselnden Marktbedingungen anpassen. Damit fallen nicht nur wie zuvor Verwaltungsstellen weg, sondern auch Arbeitsplätze in der Entwicklung. Betroffen von dieser Entscheidung sind 100 Mitarbeiter. Alles andere soll jedoch wie gewohnt weiter am Firmen-Standort Waiblingen ablaufen.
Noch hat die Politik keine konkreten Vorstöße unternommen, um die Unternehmen an der Abwanderung zu hindern. Im Gespräch sind jedoch Steuervorteile sowie das Herabsetzen der bürokratischen Hürden. Ob die Bemühungen ausreichen und vielleicht nicht schon zu spät kommen, wird die Zukunft zeigen.














