Nach Wienerwald: Berühmte Schnitzelkette steht kurz vorm Aus

Zwei Schnitzel mit einer halben Zitrone auf einem weißen Teller in einem Biergarten. Im Hintergrund zwei Biere und ein weiterer Teller mit Essen. Ein Gast sitzt am Tisch.
Symbolbild © imago/Manfred Segerer

Nun hat es das nächste Gastro-Unternehmen erwischt. Eine berühmte Schnitzelkette steht vor einem möglichen Aus. In teuren Zeiten wissen Gäste vor allem die fairen Schnitzelpreise zu schätzen – doch die Zukunft dieses Angebots scheint derzeit ungewiss. 

Das schmeckt bitter: Ein bekannter Schnitzel-Profi ringt um den Fortbestand des Unternehmens. Die traditionsreiche Kette mit bodenständiger Küche hat Zahlungsprobleme.

Finanzielle Krise: Berühmte Schnitzelkette vor dem Aus 

Hohe Schnitzelpreise lassen Besucher immer tiefer in die Tasche greifen. Umso mehr wissen Fans des traditionellen Gerichts die Angebote dieser Restaurantkette zu schätzen. Ein Schweineschnitzel ist beispielsweise für knapp neun Euro zu haben. Ob das so bleibt, ist angesichts der aktuellen Krise unklar. Die Kette kämpft ‒ ähnlich wie viele andere Betriebe ‒ mit finanziellen Problemen.

Zahlreiche Gastronomen sehen sich gezwungen, die Preise zu erhöhen, um noch wirtschaftlich arbeiten zu können. Um den Unterschied zu früher deutlich zu machen, werden gerne D-Mark-Preise herangezogen. Zahlte man im Jahr 1994 noch 12 D-Mark für das panierte Fleisch, also etwa sechs Euro, verlangen Gastronomen heute nicht selten über 20 Euro für die beliebte Mahlzeit.

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So geht es jetzt weiter mit den Filialen

Weil das betroffene Unternehmen am Ende seiner finanziellen Kräfte war, ist es in die Insolvenz gerutscht. Im November 2025 wurde das Konkursverfahren eingeleitet. Es ist nicht allein: Im Sommer traf es zunächst die Wienerwald-Restaurants. Jetzt reiht sich auch die österreichische Schnitz’l Land-Kette ein, die von der EA Systemgastronomie GmbH betrieben wird. Die gestiegenen Betriebskosten, die Inflation ‒ verschiedene Faktoren treiben die Gastro-Branche in eine wirtschaftliche Schieflage. Allein in Deutschland verschwanden 2023 rund 14.000 Betriebe. 2024 galten über 13.850 als gefährdet.

In den Wiener Filialen deutet äußerlich offenbar nichts auf die Krisensituation hin. Der Betrieb läuft, die Gäste können es sich schmecken lassen. Auch Lieferungen sind bei Schnitz’l Land weiterhin möglich. Angesichts der ungewissen Zukunft soll die Situation für die Beschäftigten jedoch belastend sein. Die Restaurantkette steht für bodenständige Kost. Zum Konzept gehört die Zusammenarbeit mit regionalen Lieferanten. Details zum weiteren Vorgehen stehen nun aus.

(Quellen: AKV, KSV1870, Creditreform)