Neue Anreize: Bundeswehr übernimmt Kosten für den Führerschein

Viele Soldaten der EU in Uniform stehen bereit für eine Militär-Übung. Die Truppen stehen bewaffnet auf einem Flugplatz mit einem Flugzeug im Hintergrund. Sie tragen Rucksäcke und typisches Camouflage.
Symbolbild © imago/ZUMA Press Wire

Ob diese neuen Anreize viele junge Menschen anlocken, bleibt wohl abzuwarten. Die Bundeswehr übernimmt die Kosten für den Führerschein. Sie hofft damit, viele junge Menschen zu gewinnen.

Das gab es so noch nie. Mit neuen Anreizen versucht die Bundeswehr junge Menschen für sich zu gewinnen und übernimmt sogar die Kosten für den Führerschein. Einige Menschen sind jedoch skeptisch, weshalb der Erfolg wohl zunächst mal abzuwarten ist.

Kosten für den Führerschein stetig angestiegen

Der Führerschein ist eine wichtige Bestätigung der Fahrtauglichkeit, sicher am Straßenverkehr teilzunehmen. Er eröffnet Mobilität, Unabhängigkeit und Flexibilität im Alltag und im Beruf. Um ihn zu erwerben, ist eine theoretische und praktische Ausbildung notwendig, die Verkehrsregeln, Gefahrenerkennung und verantwortungsvolles Fahren vermittelt. So setzen sich auch die Kosten für den Führerschein aus mehreren Posten zusammen und können je nach Land, Region und individueller Situation variieren. Neben den für den Führerscheinantrag und die Anmeldung zu den Prüfungen anfallenden Gebühren machen den größten Teil der Kosten die Anzahl der benötigten Fahrstunden aus. Die Bundeswehr schafft nun neue Anreize, indem sie die Kosten für den Führerschein übernimmt.

Attraktives Paket für freiwilligen Wehrdienst

Schließlich stiegen die Kosten für den Führerschein in den vergangenen Jahren so rasant an. In den letzten Jahren führten höhere Kosten für Sprit, Fahrzeuge und Reparaturen zu einem deutlichen Anstieg der Kosten. Aber auch gestiegene Anforderungen an die Ausbildung, Schulungen in technischen Assistenzsystemen und auch längere Prüfungszeiten sowie die Erhöhung der Anzahl an benötigten Fahrstunden führten zu einer Erhöhung der Kosten. Viele junge Menschen können sich deshalb den Führerschein schlichtweg nicht mehr leisten. Nun eröffnet sich für diese jungen Menschen allerdings eine Möglichkeit, doch die Fahrerlaubnis zu erhalten. Diejenigen, die sich freiwillig für den neuen Wehrdienst entscheiden, bekommen als Anreiz ein attraktives Paket.

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Neben einer zeitgemäßen Ausbildung und einer monatlichen Bruttovergütung von mindestens 2.600 Euro besteht bei einer Verpflichtung von mindestens einem Jahr die Möglichkeit, einen Zuschuss zum Führerschein zu erhalten. Der Neue Wehrdienst sieht einen freiwilligen Wehrdienst von mindestens 6 bis maximal 11 Monaten vor. Ab 12 Monaten wechseln die Freiwillig Wehrdienstleistenden in den Status eines Soldaten auf Zeit, wo sie dann auch nach dem Bundesbesoldungsgesetz vergütet werden. Nachdem die Einigung auf Regierungsfraktionsebene erfolgte, entscheidet der Bundestag möglicherweise Anfang Dezember über diesen Gesetzesentwurf. Anschließend befasst sich der Bundesrat mit dem Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes, das bereits ab dem 01. Januar 2026 in Kraft treten soll.

(Quellen: Bundesministerium für Verteidigung, Bundesland Baden-Württemberg)