
Einbrüche gehören in Deutschland weiterhin zu den häufigsten Delikten gegen das Eigentum. Besonders in der dunklen Jahreszeit steigt die Zahl der Taten spürbar an. Jetzt gilt: Vorsicht bei Zettel an der Tür.
Kürzere Tage, früh einsetzende Dunkelheit und häufige Abwesenheiten während der Feiertage schaffen günstige Bedingungen für Täter. Nach Angaben der Polizei nutzen Einbrecher gezielt Zeiten, in denen Wohnungen und Häuser unbeobachtet wirken.
Einbrecher führen unauffällige Tests vor dem Einbruch durch
Die Haustür spielt eine zentrale Rolle, da sie häufig der erste Kontaktpunkt zwischen Täter und Objekt ist. Entsprechend raten Sicherheitsbehörden zu erhöhter Aufmerksamkeit, insbesondere in den Herbst- und Wintermonaten. Bevor Einbrecher zuschlagen, prüfen sie häufig, ob sich jemand im Haus oder in der Wohnung aufhält. Dafür nutzen sie unterschiedliche Methoden, die auf den ersten Blick harmlos wirken können.
Zu den Methoden zählen Klingelversuche zu ungewöhnlichen Zeiten, leichtes Klopfen an Türen oder das Beobachten von Licht und Rollläden. Auch volle Briefkästen oder dauerhaft geschlossene Fenster liefern Hinweise auf längere Abwesenheit. Teilweise geben sich Täter als Paketboten, Handwerker oder Nachbarn aus, um Reaktionen zu provozieren. Bleibt eine Reaktion aus, werten sie dies als mögliches Signal für ein leer stehendes Objekt.
Einbrecher nutzen diese Masche: Vorsicht bei Zettel an der Tür
Eine besonders unauffällige Masche betrifft kleine Gegenstände an der Haustür. Dabei stecken Einbrecher etwa einen Zettel oder ein Stück Papier zwischen Tür und Rahmen oder befestigen es unauffällig direkt an der Tür. Ziel ist es, zu überprüfen, ob die Tür regelmäßig geöffnet wird. Fällt der Zettel nach kurzer Zeit zu Boden, gehen die Täter davon aus, dass jemand zu Hause ist. Bleibt er hingegen über Tage oder sogar Wochen an Ort und Stelle, deutet das für sie auf eine längere Abwesenheit hin. Diese Methode ist für Außenstehende kaum erkennbar und wird deshalb immer wieder eingesetzt.
Um sich vor solchen Vorgehensweisen zu schützen, empfehlen Polizei und Sicherheitsexperten mehrere Maßnahmen. Dazu gehört, die eigene Haustür regelmäßig zu kontrollieren und auf ungewöhnliche Veränderungen zu achten. Auch Nachbarn können eingebunden werden, indem sie bei längerer Abwesenheit nach dem Rechten sehen. Zusätzlich helfen technische Sicherungen wie stabile Türschlösser, Türspione oder Bewegungsmelder. Wichtig ist zudem, Anwesenheit zu signalisieren, etwa durch das Leeren des Briefkastens. Wer verdächtige Beobachtungen macht, sollte diese nicht ignorieren, sondern im Zweifel der Polizei melden.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Verbraucherzentrale)














