Neue EU-Richtlinie: Großen Fernsehern droht jetzt das Aus

Ein Mann schaut TV.
Symbolbild ©istockphoto/Tero Vesalainen

Ein Schock für alle TV-Fans. Eine neue EU-Richtlinie könnte große TV-Geräte in den Wohnungen verbieten. Den Fernsehern droht möglicherweise das Aus.

Eine EU-Richtlinie geht gegen die XXL-Fernseher vor. Welche Geräte betroffen sind und was Verbraucher wissen müssen.

Großer Fernseher vor Verbot

Die EU hat eine Ökodesign-Richtlinie herausgebracht. Diese ist eine wichtiges Instrument für die Energieeffizienz-Richtlinie, wenn es um den Stromverbrauch geht. Und dies ist mitunter ein zentrales Thema in 2022.

Die Energieeffizienz-Richtlinie bietet dem Verbraucher eine Hilfestellung, sparsame Geräte zu erkennen. Die Ökodesign-Richtlinie hingegen soll helfen, die Produkte möglichst umweltfreundlich zu gestalten und richtet sich an die Hersteller. Für die Berechnung des Energieeffizienz-Index ist u.a. die Leistungsaufnahme der Displays wichtig.

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Ab dem 1. März 2023 gelten neue Grenzwerte für die Auflösung, die Helligkeit und den Verbrauch. Ausgenommen von dieser Regelung sind Bildschirme, die schon vor dem Stichtag beim Händler standen.

Änderungen der Richtlinie in 2023

Geplant ist eine Änderung der Ökodesign-Verordnung ab März 2023. Diese hat Auswirkungen auf die Größe von Bildschirmen, Monitoren und Fernsehern. Denn je größer die Geräte sind, desto mehr Strom verbrauchen sie in der Regel. Insbesondere 8K Fernseher müssen sparen, wenn sie sich weiter auf dem Markt behaupten wollen.

Um diesen Stromverbrauch einzudämmen, sollen die Grenzwerte für die Geräte verschärft werden. TV-Geräte, die eine höhere Auflösung haben, sollen demnach mit härteren Grenzwerten belegt werden.

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Das könnte auf die Verbraucher zukommen

Wer plant, sich im neuen Jahr einen Fernseher anzuschaffen, der sollte die möglichen Grenzwerte kennen. Bei Full-HD-Displays liegt der Grenzwert bei 0,9, für 4K-Bildschirme bei 1,1 und OLED-Bildschirme erhalten eine Korrektur. Das kann zu einem neuen Wert in der Berechnung führen.

Der Energieeffizienz-Index für 8K-Bildschirme fehlt derzeit, genauso wie der selbstleuchtender Micro-LEDs. Ab März 2023 sollen diese dann in die Richtlinie aufgenommen werden und erhalten ihren Grenzwert. Das könnte bedeuten, dass große Fernseher bald stärker reguliert werden.