Neue Kosten fürs Amt: Bürger zahlen künftig 8 Euro pro Termin

Ein weißes Kalenderblatt, auf dem in Kästchen mit fetter, schwarzer Schrift die einzelnen Tage abgebildet sind. In fünf Kästchen stecken blaue Reißzwecken. In der Nummer 11 steckt eine rote Reißzwecke.
Symbolbild © istockphoto/baona

Dass einige Leistungen beim Amt mit Kosten verbunden sind, ist nicht neu. Etwas ungewöhnlich ist es jedoch, allein für einen Termin eine Gebühr von 8 Euro entrichten zu müssen. Das stößt einigen sauer auf.

Wer an einem bestimmten Wochentag einen Termin beim Straßenverkehrsamt machen will, muss künftig mit zusätzlichen Kosten von 8 Euro rechnen. Das Amt nennt jedoch auch Gründe für diese Entscheidung.

Mehr Termine: Amt bietet zusätzlichen Tag an

Insbesondere Vollzeit-Berufstätige kennen das Problem: Während einer 40-Stunden-Woche noch wichtige Termine außerhalb der Arbeit wahrzunehmen, gestaltet sich oft als schwierig. Arztpraxen und vor allem Ämter haben häufig derart unpraktische Öffnungszeiten, dass sie sich mit Job, Haushalt, Kindern und allem anderen, was zum alltäglichen Leben gehört, nur schwer vereinbaren lassen. Wie praktische wäre es da, wenn die gewünschte Anlaufstelle auch samstags Termine anbieten würde?

Zwar kann man sich am Wochenende sicherlich Schöneres vorstellen, als den Vormittag im Wartebereich eines Amtes zu verbringen. Dennoch haben manche Behörden das Problem bereits erkannt und entsprechend reagiert – so auch das Straßenverkehrsamt im Raum Aachen. Um den Bürgern der Region mehr Flexibilität bei ihren Anliegen zu ermöglichen, hat das Amt auch am Samstag geöffnet. Doch wie so oft gibt es auch hier einen Haken.

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Amt verlangt künftig 8 Euro pro Termin

Was bislang ein kostenloser Service des Straßenverkehrsamtes war, soll bald nur noch gegen ein Entgelt möglich sein. Wie das Amt kürzlich bekannt gab, fallen ab dem 1. April 2026 Gebühren in Höhe von 8 Euro für alle Samstagstermine an. Dabei ist es unerheblich, ob es sich um einen unangemeldeten Besuch handelt oder im Vorfeld ein Termin vereinbart wurde. Sämtliche Termine von Montag bis Freitag kommen weiterhin ohne die Zusatzkosten aus.

Mit den 8 Euro pro Termin will das Amt den erhöhten Personal- und Organisationsaufwand am Samstag ausgleichen. Dieser Betrag ist zudem keineswegs willkürlich und vollkommen legitim. Im Kommunalabgabengesetz für Nordrhein-Westfalen (KAG) ist verankert, dass Kommunen und dazugehörige Behörden für den zusätzlichen Aufwand exakt diesen Aufschlag von den Bürgern verlangen dürfen, um die freiwilligen Zusatzleistungen finanzieren zu können.

(Quellen: StädteRegion Aachen, dpa)