Neue Krankenkassen-Regel – Millionen Bürger sollen mehr zahlen

Ein Sparschwein mit der Aufschrift "Sparschwein" steht auf jeder Menge Bargeld bestehend aus Münzen und Scheinen. Sie stehen für die hohen Kosten und Beiträge der Krankenkassen, die zu zahlen sind.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Die Gründe für diese Entwicklung sind vielschichtig, denn die gesetzliche Krankenversicherung steht unter einem enormen finanziellen Druck. Um die steigenden Ausgaben für medizinische Leistungen zu decken, sind die Kassen nun zum Handeln gezwungen und müssen ihre Budgets kritisch überprüfen.

Steigende Krankenkassenbeiträge sorgen bei vielen Versicherten für Sorgen

Viele Menschen in Deutschland blicken mit Sorge auf die Entwicklung der Krankenkassenbeiträge. Besonders mögliche Erhöhungen der Zusatzbeiträge sorgen bei Versicherten für Unsicherheit, weil dadurch die monatlichen Belastungen steigen können. Gerade Menschen mit begrenztem Einkommen achten stärker auf die Höhe ihrer Krankenkassenkosten und vergleichen zunehmend verschiedene Angebote. Gleichzeitig bleibt die gesetzliche Krankenversicherung für Millionen Menschen eine wichtige Absicherung im Alltag.

Neue Krankenkassen-Regel: Millionen Versicherte müssen mehr zahlen

Für Millionen Versicherte wird die Krankenkasse ab August teurer. Die IKK classic erhöht ihren Zusatzbeitrag um 0,45 Prozentpunkte und setzt den neuen Satz damit auf 3,85 Prozent. Zusammen mit dem allgemeinen Beitrag von 14,6 Prozent ergibt sich künftig ein Gesamtbeitrag von 18,45 Prozent. Die Kosten teilen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer wie gewohnt. Wer seine Beiträge senken möchte, kann deshalb prüfen, ob ein Wechsel zu einer anderen Kasse infrage kommt.

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Die Bundesregierung will mit dem GKV-Beitragsstabilisierungsgesetz die finanzielle Situation der gesetzlichen Krankenkassen verbessern und die Ausgaben begrenzen. Die Reform sieht unter anderem Einsparungen bei Verwaltungskosten und zusätzliche Einnahmen vor. Gleichzeitig müssen sich Versicherte auf Veränderungen einstellen, denn einige Leistungen können eingeschränkt werden und bestimmte Eigenbeteiligungen steigen. Auch bei der Familienversicherung kommen künftig Änderungen hinzu. Ab 2028 soll für viele Ehe- und Lebenspartner ohne eigenes oder mit geringem Einkommen die bisher kostenlose Mitversicherung entfallen. Dann wird ein zusätzlicher Beitrag fällig. Für Rentner und Menschen mit Versorgungsbezügen gilt diese Regelung ab Juli 2028.

(Quellen: Bundesministerium für Gesundheit, Gesetze im Internet, Handelsblatt, Institut der Deutschen Wirtschaft, ifo-Institut, Süddeutsche Zeitung, Bundestag, Bundesregierung, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)