Neue Kürzungen für Bürgergeld-Empfänger treten ab Juli in Kraft

Bargeld, vor allem zwei Euro Münzen und verschiedene Geldscheine, liegen auf einem Tisch. Darauf steht ein Schild aus Holz mit der Aufschrift Bürgergeld. Nun kommt eine neue Kostenpflicht für Bürgergeld-Empfänger.
Symbolbild © istockphoto/Stadtratte

Ab Juli treten neue Kürzungen für Bürgergeld-Empfänger in Kraft, was für viele eine weitere finanzielle Belastung bedeutet. Bestimmte Dinge sollten Bezieher von Bürgergeld jetzt wissen.

Das ist eine weitere schlechte Nachricht für Bürgergeld-Empfänger, die in der derzeitigen Lage sowieso um jeden Euro kämpfen müssen. Doch nun gibt es ab Juli neue Kürzungen für Bürgergeld-Empfänger, was den Geldbeutel noch einmal mehr belasten dürfte. Das sollten Bürgergeld-Empfänger jetzt wissen.

Bürgergeld-Empfänger erhalten einige Leistungen

Wer auf das Bürgergeld angewiesen ist, weil er selbst nicht für seinen Lebensunterhalt oder nur unvollständig aufkommen kann, bekommt vom Staat einige Leistungen. Darunter fallen beispielsweise die Kosten für die Miete und die Nebenkosten. In letzteren gab es einen Punkt, der im Mietvertrag bislang aufgelistet und damit vom Jobcenter übernommen wurde. Doch aufgrund einer Gesetzesänderung fällt dieser Posten zukünftig nicht mehr in die Zuständigkeit des Vermieters. Dies wiederum bedeutet für die Bürgergeld-Empfänger, dass sie ab Juli mit neuen Kürzungen leben müssen.

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Neue Kürzungen für Bürgergeld-Empfänger bedeuten zusätzliche Belastung

Ab dem 1. Juli finden Mieter in ihren Nebenkosten den Punkt „Kabelanschluss“ nicht mehr. Denn laut neuer Gesetzgebung darf ab diesem Tag der Vermieter den Anbieter fürs Kabelfernsehen nicht mehr vorgeben, sondern dies kann der Mieter selbst entscheiden. Was sich eigentlich positiv anhört, bedeutet für Bürgergeld-Empfänger jedoch eine Kürzung von monatlich zehn bis fünfzehn Euro. Denn wenn die Kosten für den Kabelanschluss nicht mehr im Mietvertrag zu finden sind, muss das Jobcenter sie auch nicht mehr bezahlen. Diese muss man dann als Empfänger vom Regelsatz nehmen, wenn man weiterhin Kabelfernsehen haben möchte.

Betroffen von dieser Kürzung ist jedoch nur ein Teil der Bürgergeld-Empfänger. Bestand kein Sammelanschluss, mussten die Empfänger schon vor dem Wegfall des Nebenkostenprivilegs die Kosten für den Kabelanschluss aus dem Regelsatz bezahlen. Die Verbraucherzentrale sieht den Wegfall des Nebenkostenprivilegs als etwas Positives, denn nur so könne eine faire Gleichbehandlung aller Empfänger erfolgen.