Neue Merz-Spar-Pläne: Krankenversicherung für Familien teurer

Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz steht vor einem Rednerpult und hält eine Rede. Im Hintergrund ist eine EU-Flagge zu sehen. Daneben stehen die Flaggen von Deutschland und Zypern.
Symbolbild © imago/Future Image

Ein wichtiges Thema will die Bundesregierung nun in Angriff nehmen. Deren Pläne könnten die Krankenversicherung für viele Familien deutlich teurer werden lassen. Dennoch soll es einige Ausnahmen geben.

Für Millionen Familien könnte die Krankenversicherung bald teurer werden. Die Regierung unter Bundeskanzler Friedrich Merz nimmt sich nämlich eines großen Problems an und hat dafür bereits konkrete Lösungsvorschläge parat.

Krankenkassen müssen sparen: „Patienten werden am Ende drauf zahlen“

Bereits im vergangenen Jahr haben viele Krankenkassen angekündigt, dass sie um eine Erhöhung der Beiträge nicht herumkommen. Zum einen seien die Kosten massiv gestiegen, zum anderen nähmen auch immer mehr Menschen Leistungen in Anspruch, die laut Experten nicht nötig gewesen wären. Dies hätte zu einem massiven Verlust bei den Kassen geführt. Auf Dauer sähe man nur zwei Möglichkeiten: Entweder werden die Beiträge erhöht oder die Leistungen gekürzt.

Immer wieder melden sich auch Experten zu diesem Thema und haben dazu verschiedene Vorschläge parat. Einer davon sah vor, dass von den derzeit in Deutschland vorhandenen 1.700 Kliniken ca. 700 geschlossen werden sollen. Diese seien nämlich unnötig und oftmals nicht auf das spezialisiert, was sie vorgeben. Patienten würden laut Experten unnötig oft hin- und hergeschickt werden, bevor sie dann zum richtigen Spezialisten überwiesen werden. Nun macht jedoch ein neuer Vorschlag die Runde. Die Bürger zeigen sich empört.

Lesen Sie auch
Fast 1.600 Euro: Millionen Empfänger holen Zuschuss nicht ab

Krankenversicherung für Familien teurer – Vorschläge werden noch geprüft

Indessen ist ein Bericht an die Öffentlichkeit gelangt, wonach auch Informationen zum neuen Sparvorschlag durchgesickert sind. Nach diesem beabsichtigt man, einen niedrigen einstelligen Milliardenbetrag pro Jahr einzusparen. Betroffen von dieser Änderung wären Familien, für die die Versicherung deutlich teurer werden würde.

Von den ca. 74,6 Millionen GKV-Versicherten in Deutschland sind ca. 16 Millionen Menschen kostenlos mitversichert. Ein Großteil davon besteht aus Kindern und Jugendlichen unter 23 bzw. 25 Jahren. Ändern würde sich etwas für die ca. drei Millionen kostenlos versicherten Ehepartner. Verdienen diese unter 565 Euro pro Monat, müssen sie keine Krankenversicherungs- und Pflegebeiträge entrichten. Dies will die Regierung jedoch ändern und einen Pflichtbeitrag auch für diese Partner einführen. Dieser soll pro Monat mindestens 225 Euro betragen, 200 Euro gehen in die Krankenversicherung, 25 Euro in die Pflege. Ausnahmen sollen lediglich diejenigen bilden, die entweder Kinder unter sechs Jahren oder einen zu pflegenden Angehörigen betreuen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Handelsblatt, AFP)