Neue Renten-Förderung kommt – Staat zahlt bis zu 540 Euro dazu

Ein Berg voller Münzen, die gestapelt und aneinandergereiht auf einem Tisch liegen. Über den Münzen steht das Wort Rente, im Hintergrund ist ein Chart zu sehen, der eine Tendenz nach oben zeigt.
Symbolbild © istockphoto/gopixa

Die Bundesregierung will die Rente neu definieren. Der Staat zahlt sogar bis zu 540 Euro dazu, wenn man sich um seine Rente auch privat kümmert. Noch sind die Bürger allerdings nicht überzeugt.

Wer für seine Rente selbst vorsorgt, dem zahlt der Staat bis zu 540 Euro dazu. Der Zuschuss soll die Menschen dazu animieren, die entsprechenden Verträge abzuschließen. Die Mehrheit der Bevölkerung will dies jedoch nicht.

Neue Rentenreform: Das kommt auf die Bürger privat zu

Die Finanzierung der gesetzlichen Rente in Deutschland steht vor einem fundamentalen, historischen Umbruch. Um das System angesichts der alternden Erwerbsbevölkerung stabil zu halten, verabschiedet sich die Politik schrittweise vom rein umlagefinanzierten Modell. Die zukünftige Finanzierung ruht auf einem Drei-Säulen-Paket innerhalb der gesetzlichen Rente, das auf den wegweisenden Empfehlungen der Alterssicherungskommission aufbaut.

Das System wird um eine verpflichtende, kapitalgedeckte Säule nach schwedischem Vorbild erweitert. Damit fließen Beiträge künftig direkt in den globalen Kapitalmarkt, um Erträge über den Zinseszins für jüngere Generationen zu sichern. Ab 2028 wird schrittweise – jährlich um 0,5 Prozentpunkte – ein zusätzlicher paritätischer Beitrag eingeführt, der bis 2031 ein Volumen von zwei Prozent des Bruttogehalts erreicht.

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Staat zahlt bis zu 540 Euro dazu – Mehrheit will nicht

Die Mehrheit der Deutschen zögert aktuell noch beim neuen, staatlich geförderten Altersvorsorgedepot, das am 1. Januar 2027 an den Start gehen soll. Eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Commerzbank und Comdirect zeigt kurz vor dem Start erhebliche Skepsis und große Wissenslücken in der Bevölkerung. Nur 38 Prozent der Befragten halten es für sehr oder eher wahrscheinlich, nächstes Jahr ein solches Depot zu eröffnen. Die restliche Mehrheit ist unentschlossen oder lehnt die Eröffnung ab.

Dafür gibt es jedoch wichtige Gründe. Jeweils gut ein Drittel der Befragten hat noch überhaupt nichts von dem Produkt gehört oder weiß nur sehr wenig darüber. Selbst von denjenigen, die das Altersvorsorgedepot bereits vom Namen her kennen, fühlen sich 56 Prozent überhaupt nicht oder eher schlecht informiert. Rund 38 Prozent der Teilnehmenden gaben an, keinerlei Erfahrung mit der Anlage in Wertpapieren zu haben. Das Risiko von Verlusten an der Börse schreckt viele traditionelle Sparer ab, obwohl das Depot auf langfristige Renditechancen über ETFs und Fonds ausgelegt ist.

(Quellen: Bundesregierung, YouGov, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)