Neue Steuerregeln: Millionen Bürger bekommen jetzt mehr Geld

Auf einem Formular zur Erklärung über die Einkünfte aus Kapitalvermögen liegen ein 50-, ein 100- und ein 200-Euro-Schein. Sie verdecken den Teil, auf dem der Name und die Steuernummer des Bürgers eingetragen werden müssen.
Symbolbild © imago/Wolfilser

Die Bundesregierung hat eine umfassende Steuerreform auf den Weg gebracht. Millionen Bürger sollen künftig weniger Steuern zahlen. Gleichzeitig steigen die Abgaben für Spitzenverdiener. Familien und Beschäftigte mit kleinen und mittleren Einkommen gehören zu den größten Gewinnern der Pläne. 

Wer arbeitet, zahlt Steuern. Doch jetzt gibt es Hoffnung. Die Politik ändert die Regeln. Millionen Haushalte bekommen bald mehr Netto vom Brutto. Das Portemonnaie wird spürbar voller. Doch wer profitiert wirklich? Und bei wem bleibt der erhoffte Effekt aus? Über diese Fragen streitet Berlin bereits jetzt heftig.

Mehr Netto vom Brutto: Was die Reform für Ihr Konto bedeutet

Nach den Plänen sollen vorrangig Arbeitnehmer profitieren, deren Einkommen zuletzt immer stärker durch Inflation und steigende Lebenshaltungskosten belastet wurde. Die Regierung möchte deshalb den Einkommensteuertarif anpassen. Dadurch sollen Lohnerhöhungen seltener durch eine höhere Steuerbelastung aufgezehrt werden. Auch Familien sollen mehr Unterstützung erhalten. Nach den Berechnungen der Koalition könnte eine Familie mit zwei Kindern und einem zu versteuernden Einkommen von rund 60.000 Euro künftig mehr als 600 Euro pro Jahr zusätzlich zur Verfügung haben.

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Wie hoch die tatsächliche Entlastung ausfällt, hängt jedoch von Einkommen, Familienstand und weiteren steuerlichen Faktoren ab. Während viele Steuerzahler entlastet werden sollen, plant die Bundesregierung gleichzeitig höhere Belastungen für sehr hohe Einkommen. Für Spitzenverdiener ist eine Verschärfung der sogenannten Reichensteuer vorgesehen. Damit will die Koalition einen Teil der Entlastungen gegenfinanzieren.

Bundesregierung bringt großes Reformpaket auf den Weg: Mehr Geld für die Bürger

Zum Reformpaket gehören außerdem weitere Änderungen im Steuerrecht. Geplant sind unter anderem Anpassungen bei Minijobs, Vereinfachungen bei der digitalen Steuererklärung sowie Änderungen bei einzelnen steuerlichen Vergünstigungen. Ein Teil der Maßnahmen muss allerdings noch das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren durchlaufen, bevor sie tatsächlich in Kraft treten können.

Für Arbeitnehmer und Familien lohnt sich deshalb ein genauer Blick auf die kommenden Monate. Die geplanten Änderungen könnten die persönliche Steuerlast spürbar verändern. Gleichzeitig steht fest, dass die endgültigen Regelungen erst nach dem Abschluss des Gesetzgebungsverfahrens feststehen werden.

(Quellen: Bundesregierung, Deutscher Bundestag, Bundesministerium der Finanzen)