Neue Viren mit Pandemie-Potenzial: Forscher schlagen Alarm

Viele Menschen in Schutzanzügen gegen Infektionen laufen in einer Reihe im Wald. Die grünen Overalls schützen sie vor einem hochansteckenden Virus, das sich wie eine Pandemie ausbreitet.
Symbolbild © imago/Markus Matzel

Eine neue Forschungsstudie hat Viren entdeckt, die künftig Pandemie-Potenzial bergen können. Nach der letzten weltweiten Pandemie schlagen Forscher jetzt Alarm: Die Viren könnten sich bereits unbemerkt ausbreiten.

Die Menschheit ist noch dabei, sich von der Corona-Pandemie zu erholen, da warnen Experten bereits vor neuen Viren. Laut aktuellen Forschungsergebnissen kommen sogar zwei Erreger für eine neue Pandemie infrage.

Experten warnen vor möglicher, neuer Pandemie

Unbekannte oder unterschätzte Krankheitserreger gehören zu den gefährlichsten. Wenn man nicht weiß, womit man es zu tun hat, ist es auch schwierig, etwas dagegen zu unternehmen. Das hat die letzte Pandemie mehr als deutlich gemacht. SARS-CoV-2 hat die Welt Ende 2019, Anfang 2020 regelrecht überrollt. Behörden, Mediziner, Forscher und andere Institutionen arbeiteten unter Hochdruck an Impfstoffen und Maßnahmen zur Eindämmung. Vor allem in der Anfangszeit waren die Verantwortlichen mit der Situation heillos überfordert. So dauerte der Ausnahmezustand, trotz Impfungen, Lockdown und anderer Schutzmaßnahmen, etwa zwei Jahre an. Zwar tauchen immer wieder neue Mutationen und Infektionswellen auf, doch scheint die Lage weitgehend unter Kontrolle zu sein. Um möglichst nicht mehr in eine solche Situation zu kommen, untersuchen Forscher kontinuierlich Viren und andere Krankheitserreger.

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Forscher entdecken zwei Viren mit Pandemie-Potenzial

Wissenschaftler des Centers for Disease Control and Prevention (CDC) haben kürzlich Forschungsergebnisse veröffentlicht, die Beunruhigendes darlegen. Konkret geht es um das Influenza-D-Virus und das Canine Coronavirus (CCoV-HuPn-2018). Beide Viren befallen die Atemwege und gehen mit teils schweren Erkältungssymptomen einher. Das Problem: Für keines der Viren gibt es Tests zur Früherkennung. Um die Gefahren rechtzeitig zu erkennen und handeln zu können, fordern Experten nun eine bessere Überwachung der Viren.

Erstmals 2011 bei kranken Schweinen entdeckt, hat das Influenza-D-Virus inzwischen auch Rinder, Hirsche und mehr Tiere befallen. Wissenschaftler in China haben im Zuge einiger Tests zudem Antikörper bei über 70 Prozent der Testpersonen gefunden. Das bedeutet, dass das Virus bereits unbemerkt auf den Menschen übergegangen ist. Gefährdet sind insbesondere Menschen mit direktem Kontakt zu den Tieren, wie etwa Landwirte. Ähnlich verhält es sich mit dem Canine Coronavirus, das ursprünglich von Hunden stammt. Dieser Erreger wurde 2018 bei Menschen mit Lungenentzündungen in Malaysia entdeckt. Mittlerweile gibt es auch dokumentierte Fälle in Thailand, Haiti und Arkansas.

(Quellen: Fachstudien, WHO, Virologen-Einschätzungen)