
Ein neuer Bäckerei-Riese kommt mit 400 Filialen nach Deutschland und dürfte die Welt der Bäckereien hierzulande wieder ein Stück weit verändern. Damit zeigt sich ein weiterer Wandel.
Mit 400 Filialen erobert ein neuer Bäckerei-Riese nun das Feld des Backens in Deutschland. Damit verändert sich auch noch einmal die Landschaft der Bäckereien hierzulande und drängt andere Betriebe weiter zurück.
Schwerer Stand für Traditionsbetriebe: Immer mehr kleinere Unternehmen müssen aufgeben
Ein großes Problem in Deutschland ist, dass immer weniger Menschen in den traditionellen Backbetrieben einkaufen gehen. Inzwischen bieten Discounter und Supermärkte nicht nur verschiedene Brot- und Brötchensorten an. Es gibt in vielen Märkten auch eigene Abteilungen mit frischen Backwaren, die man sich aus den entsprechenden Fächern entnehmen kann. Im Hintergrund backen die Mitarbeiter der Lebensmittelmärkte die Backwaren auf und verteilen sie noch warm in die entsprechenden Fächer. Damit vermeiden immer mehr Verbraucher den Gang in eine Bäckerei. Zudem sind die in den Discountern und Supermärkten angebotenen Waren viel preisgünstiger als in einer klassischen Bäckerei.
Neuer Bäckerei-Riese mit 400 Filialen: Das kommt nun auf die Kunden zu
Während kleinere Familienbetriebe aufgeben müssen, stellen sich die großen Bäckerei-Ketten für den Wettbewerb auf. Sie kaufen andere Betriebe auf und erweitern so ihr Netzwerk. Große Ketten wie Engelbrecht, Le CroBag, Yormas und Kamps erfreuen sich in den entsprechenden Bundesländern großer Beliebtheit. Denn neben frischen Backwaren bieten sie auch Plätze zum Verweilen und Heißgetränke an. Mehrere Erhebungen haben bereits gezeigt, dass die jüngeren Generationen frisches Brot wieder vermehrt zu schätzen wissen und deshalb eine Bäckerei aufsuchen.
Nun hat die französische Le Duff Group ihre Kamps-Filialen in Deutschland an die europäische Investmentgesellschaft Argos verkauft, zu der auch die Bäckereikette Schmidt gehört. Noch sei der Verkauf nicht final, da es noch der Zustimmung einiger Behörden bedarf, heißt es. Und was bedeutet dies für die Kunden? Für diese soll sich erst einmal gar nichts ändern. Die Bäckereiriesen Schmidt und Kamps bieten weiterhin ihr Sortiment unter ihrem Namen an. Auch die Geschäftsführer der beiden Ketten bleiben im Amt. Damit nennt Argos nun 400 Filialen in Deutschland sein Eigen. Ein weiterer herber Rückschlag für die kleinen Familienbetriebe, die nun gegen einen weiteren Riesen ankämpfen müssen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Lebensmittelzeitung)














