Neuer Name: Traditioneller Weihnachtsmarkt steht vor dem Aus

Auf dem Bild ist ein festlich geschmückter Weihnachtsmarkt zu sehen, dessen stimmungsvoll beleuchtete Buden, Lichterketten und der große, funkelnde Weihnachtsbaum eine weihnachtliche Atmosphäre schaffen.
Symbolbild © istockphoto/Juergen Sack

Ein traditioneller Weihnachtsmarkt steht vor dem Aus. Das dürften sich viele Bürger gedacht haben und liefen gegen den neuen Namen, den er bekommen sollte, Sturm. Das wollten sie einfach nicht akzeptieren.

In den sozialen Medien brach ein regelrechter Sturm los, als bekannt wurde, dass es für einen Markt einen neuen Namen geben sollte. Für die Bürger bedeutete dies wohl, dass ein traditioneller Weihnachtsmarkt vor dem Aus steht. Das wollten sie so nicht gelten lassen.

Gehört zu Weihnachten dazu: Millionen Menschen erleben Besuch auf dem Weihnachtsmarkt

Millionen Menschen besuchen jedes Jahr in Deutschland die ca. 3.000 Weihnachtsmärkte in ganz Deutschland. Nachdem mehrere Veranstalter beliebte Weihnachtsmärkte in den Städten und Kommunen abgesagt haben, sahen bereits einige Bürger die Märkte in Gefahr. Laut Experten zeigt sich diese Sorge nicht als unbegründet. Denn aufgrund der massiv gestiegenen Sicherheitsanforderungen und den damit verbundenen hohen Kosten können sich gerade kleinere Veranstalter die Organisation eines Weihnachtsmarktes nicht mehr leisten. Experten sehen darin bereits die ersten Anzeichen, dass es in der Zukunft immer weniger öffentliche Veranstaltungen geben könnte.

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Traditioneller Weihnachtsmarkt vor dem Aus: Bürger laufen gegen Entscheidung Sturm

In Kerpen wollte der Veranstalter des traditionellen Weihnachtsmarktes die strengen Auflagen umgehen und den Markt am 28. November unter dem Namen „Genussmarkt im Advent“ eröffnen. Über 2.000 Menschen liefen in den sozialen Medien gegen diese Entscheidung Sturm. Viele von ihnen sahen darin eine heimliche Abschaffung des traditionellen Weihnachtsmarktes und wollten dies nicht so stehen lassen. Sie protestierten dagegen und einige von ihnen wollten den Markt sogar boykottieren.

Inzwischen mussten sie jedoch zurückrudern und auch der Veranstalter hat die Entscheidung revidiert. Die Stadt Kerpen hatte ihm nämlich mitgeteilt, dass er sich auch an die Auflagen halten muss, wenn er den Namen ändert. Diese Vorgehensweise hätte also gar nicht geklappt. Deswegen hat der Betreiber nun den Antrag bei der Stadt auf die Eröffnung eines Weihnachtsmarktes gestellt. Entgegen der Annahme, dass es sich hier um die heimliche Entfernung einer Tradition handelt, ging es dem Veranstalter lediglich um den Versuch, die hohen Sicherheitsauflagen umgehen zu können.

(Quellen: Eigene Recherche der ka-insider Redakteure, dpa)