
Jetzt sorgt ein neuer Preis-Hammer für Aufsehen. Denn die Energie ist plötzlich 10,5 Prozent teurer. Das können sich die meisten Menschen so nicht mehr leisten.
Die Preise in Deutschland steigen wieder stärker. Vor allem bei der Energie erleben Verbraucher einen neuen Preis-Hammer. Im Vergleich zum vergangenen Jahr kostet Energie plötzlich 10,5 Prozent mehr.
Es wird noch teurer in Deutschland
Damit hat sich der Preisanstieg innerhalb weniger Monate deutlich beschleunigt. Das zeigen die vorläufigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes für August 2026. Demnach liegt die Inflationsrate in Deutschland voraussichtlich bei 2,9 Prozent. Besonders deutlich zeigt sich der Preis-Hammer allerdings bei der Energie. Das Statistische Bundesamt fasst in dieser Kategorie Haushaltsenergie und Kraftstoffe zusammen. Im August liegen die Preise hier voraussichtlich 10,5 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. Noch im Juli hatte das Plus bei 8,3 Prozent gelegen. Im Juni waren es sogar nur 3,4 Prozent. Damit gewinnt die Teuerung innerhalb kurzer Zeit erheblich an Tempo.
Der Preis-Hammer bei Energie fällt auch deshalb auf, weil sich andere Bereiche deutlich moderater entwickeln. Lebensmittel verteuerten sich im August gegenüber dem Vorjahresmonat beispielsweise nur um 0,1 Prozent. Bei Dienstleistungen registrierten die Statistiker einen Anstieg von 2,8 Prozent.
Experten sprechen deutliche Warnung
Ein Blick auf die Importpreise zeigt zudem, woher ein Teil des Preisdrucks kommen könnte. Bereits im Juli 2026 war importierte Energie 26,4 Prozent teurer als im Jahr zuvor. Besonders kräftig stiegen die Preise für Mineralölerzeugnisse. Die Experten nennen den Krieg im Nahen Osten als wichtigen Faktor für diese Entwicklung. Damit trifft der Preis-Hammer nicht nur Verbraucher direkt, sondern zeigt sich bereits auf vorgelagerten Handelsstufen.
Für Haushalte kann sich ein genauer Blick auf den eigenen Strom- oder Gasvertrag deshalb lohnen. Die Experten weisen darauf hin, dass Energieanbieter ihre Tarife grundsätzlich selbst kalkulieren. Erhöht ein Anbieter den Preis, muss er Haushaltskunden in der Regel spätestens einen Monat vorher informieren und dabei Grund, Voraussetzungen und Umfang der Änderung nennen. Außerdem muss der Anbieter auf das Sonderkündigungsrecht hinweisen.
(Quellen: Destatis)














