
Bald wird es bunt. Demnächst gibt es neues Geld und die Bürger können darüber mitentscheiden. Diese Möglichkeit der aktiven Mitgestaltung lassen sich wohl nur sehr wenige entgehen.
Wer bei den künftigen Euro-Scheinen ein Wörtchen mitreden will, muss sich beeilen. Indessen sind die Entwürfe da, und die Europäische Zentralbank überlässt die Auswahl direkt den Bürgern.
Wichtiges Zahlungsmittel in Ländern der Eurozone
Geld ist ein wichtiges Zahlungsmittel und erleichtert den Kauf von Waren und Dienstleistungen. In den Ländern der Eurozone bezahlt man mit dem Euro. Neben Münzen gehören auch Geldscheine zum Euro. Es gibt Euro-Banknoten im Wert von 5, 10, 20, 50, 100 und 200 Euro. Alle Euro-Scheine sehen auf der Vorder- und Rückseite in jedem Land gleich aus und können in allen Euroländern verwendet werden. Euro-Banknoten besitzen außerdem zahlreiche Sicherheitsmerkmale wie Wasserzeichen, Hologramme und Sicherheitsfäden, die Fälschungen erschweren. Dadurch sind sie ein sicheres und zuverlässiges Zahlungsmittel im Alltag. Indessen soll jedoch neues Geld kommen und die Bürger können sogar mitentscheiden.
Gestaltung unter Beteiligung der Bevölkerung
Die Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 mit der Einführung des Euro als Bargeld eingeführt. Sie zeigen auf der Vorderseite Fenster und Tore und auf der Rückseite Brücken. Diese Darstellungen sind keine realen Bauwerke, sondern symbolische Motive aus verschiedenen Epochen der europäischen Architektur. Fenster und Tore stehen für Offenheit und Austausch, Brücken für Verbindung und Zusammenarbeit in Europa. Die Motive wurden bewusst neutral gestaltet, damit kein Land bevorzugt wird. Seit 2013 wird die Europa-Serie mit verbesserten Sicherheitsmerkmalen ausgegeben. Die symbolischen Fenster, Tore und Brücken blieben dabei erhalten und prägen das Erscheinungsbild des Geldes bis heute. Doch nun wird es Zeit für einen neuen Look.
Die neue Euro-Banknotenserie wird jetzt erstmals unter Beteiligung der Bevölkerung gestaltet. Nach einer europaweiten Befragung von rund 365.000 Menschen im Jahr 2023 stehen die beiden Themen „Europäische Kultur“ sowie „Flüsse und Vögel“ zur Auswahl. Die neuen Banknoten sollen außerdem besser vor Fälschungen geschützt, umweltfreundlicher und für alle Menschen leichter nutzbar werden. Die Größe der Scheine bleibt unverändert, damit Geldautomaten, Geräte und Geldbörsen weiterhin ohne Anpassungen zu verwenden sind. Bis zum 21. September haben die Bürger noch die Möglichkeit, online zwischen den beiden Gestaltungsthemen zu wählen. Ende 2026 soll sodann die Entscheidung über das neue Design des Geldes fallen.
(Quellen: Europäische Zentralbank, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














