Neues Haustier-Verbot in Nachbarland – „In Deutschland gefordert“

Eine Person schüttet Nassfutter für ihre Katze in einen Futternapf. Daneben steht ein bereits befüllter Napf. Die Katze steht auf der Küchenarbeitsplatte und nähert sich dem Futter.
Symbolbild © istockphoto/fotografixx

Tierschützer atmen auf: Ein neues Haustier-Verbot in einem Nachbarland stößt auf große Zustimmung. Vereine fordern die Änderung mittlerweile auch für Deutschland. Sie sei längst überfällig. Das steckt wirklich dahinter.

Die Regierung dieses Nachbarlandes macht Ernst. Sie verbietet zwei beliebte Haustiere. Hinter der Entscheidung verbirgt sich ein trauriger Grund.

Es ist entschieden: Dieses Nachbarland führt ein Haustier-Verbot ein

Ihr niedliches Aussehen verführt viele Menschen dazu, sie als Haustiere zu halten. Dass es sich in Wahrheit um leidende Tiere mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen handelt, wird zur Nebensache. Ein Nachbarland toleriert die Qualzucht nicht mehr – und zieht nun einen Schlussstrich. „Hier wurde zum Wohl der armen Tiere entschieden“, heißt es unter anderem auf Instagram. „Qualzuchten gehören verboten!“, schreibt die Person weiter.

Das neue Verbot greift bereits ab dem 1. Januar 2026. Wer sich nicht daran hält, wird zur Kasse gebeten. Dann sind unter Umständen bis zu 1.500 Euro fällig. Die Zucht der betroffenen Katzenarten ist dort längst verboten, die Haltung war es bisher jedoch nicht. Auch in Deutschland werden sie als Qualzucht definiert, weshalb eine Zucht hierzulande grundsätzlich untersagt ist (§ 11b Tierschutzgesetz). Wer die Stubentiger als Haustiere bei sich aufnehmen will, darf das aber nach wie vor tun. Tierschutzvereine fordern jedoch, sich ein Beispiel am Nachbarland zu nehmen und ebenfalls ein klares Verbot einzuführen.

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Die traurige Wahrheit hinter der Gesetzesänderung

Bei den betroffenen Rassen handelt es sich um die Scottish Fold (Faltohrkatze) und Sphynx (Nacktkatze). Die prägnanten „Knickohren“ der Faltohrkatze sehen zwar besonders aus, gehen aber mit einem umstrittenen und folgenreichen Gendefekt einher. Dieser nennt sich Osteochondrodysplasie (OCD). Er begünstigt Schmerzen, die durch Veränderungen am Skelett der Tiere eintreten. Auch Nacktkatzen leiden. Sie haben keine Körperbehaarung, die Tasthaare fehlen. Das führt zu Haut- und Orientierungsproblemen.

In den Niederlanden dürfen beide Katzenarten ab dem kommenden Jahr nicht mehr als Haustiere gehalten werden. Viele Tierschützer freuen sich über die Entwicklung. Sie machen erneut auf die Problematik aufmerksam und fordern eine Gesetzesänderung auch für Deutschland. Wer selbst Halter einer Qualzucht ist, sollte sich der besonderen Bedürfnisse der Tiere bewusst sein, so Tierschutzvereine. Um ihre Lebensqualität zu verbessern und Beschwerden zu lindern, sind zum Beispiel regelmäßige Tierarztbesuche und eine angepasste Pflege wichtig. Ganz nehmen kann man den Katzen ihr Leid jedoch nicht – und deshalb sprechen sich viele dafür aus, die Zucht nicht zu unterstützen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, rtl.nl)