
In Deutschland gibt es ein neues Virus – und es breitet sich in immer mehr Regionen des Landes aus. Inzwischen sind nicht nur Rinder betroffen. Wie das Virus übertragen wird, welche Symptome auftreten und welche Bedeutung es für Menschen hat.
Neues Virus in Deutschland: Das sind die Symptome
Sie essen weniger, leiden unter Fieber und oftmals auch unter Durchfall. In Deutschland führt ein spezieller Erreger zu diesen auffälligen Symptomen bei Tieren. Betroffen sind insbesondere Rinder. Neben den genannten Folgen kann es dazu kommen, dass die Milchleistung zurückgeht. Auch vor anderen Tieren aus der Landwirtschaft macht das Virus, das ursprünglich aus Afrika stammt, nicht Halt. Ziegen, Alpakas und Schafe sowie Pferde trifft es ebenfalls.
Eine Infektion mit dem Krankheitserreger erfolgt nach aktuellen Kenntnissen primär über Gnitzen, die oftmals auch als Bartmücken bezeichnet werden. Erste Nachweise des Erregers beschränkten sich zunächst auf den Süden Deutschlands. Mittlerweile stellen Veterinäre die Erkrankung jedoch in vielen weiteren Bundesländern fest, da sich die Insekten über weite Strecken ausbreiten. In der Fachwelt wird der verantwortliche Erreger als „Shamonda-Virus“ bezeichnet. Ein Verlauf bei ausgewachsenen Tieren bleibt häufig moderat. Kommt es allerdings zu einer Infektion tragender Muttertiere, drohen womöglich Missbildungen beim ungeborenen Nachwuchs.
Was das Virus für den Menschen bedeutet
Eine gezielte Therapie oder vorbeugende Impfstoffe gegen das Shamonda-Virus stehen der Tiermedizin aktuell nicht zur Verfügung. Befallene Bestände erhalten daher lediglich Medikamente, welche die Fieberschübe und Schmerzen lindern. Zumeist erholen sich die meisten erkrankten Tiere nach kurzer Zeit. Mittel gegen Mücken können Gnitzen zumindest teilweise fernhalten. Für die Bevölkerung liegt eine Entwarnung vor, da vom Virus keine Gefahr ausgeht. Die Erreger können nicht auf den Menschen überspringen. Der Verzehr tierischer Produkte wie Milch, Käse oder Fleisch gilt ebenfalls als unbedenklich. Das Friedrich-Loeffler-Institut rechnet mit einem Rückgang der Fälle im Winter, wenn die Mückenpopulationen witterungsbedingt absterben.
(Quellen: FLI, Veterinäramt MYK)














