
Die Zahlen sind erschreckend: Ein Virus verbreitet sich rasend schnell. Den Medizinern sind die Hände gebunden, denn aktuell gibt es noch keine wirksame Impfung. Deshalb schlagen die ersten Experten bereits Alarm.
Derzeit beobachten Gesundheitsexperten eine zunehmende Verbreitung des sogenannten humanen Metapneumovirus (HMPV). Der Erreger verursacht Atemwegsinfektionen und verbreitet sich doch recht schnell. In den USA steigen die Zahlen – besonders groß ist die Sorge, da es weder eine zugelassene Impfung noch spezielle Medikamente gegen das Virus gibt.
Neues Virus breitet sich rasant aus: Impfstoff fehlt
Das Virus wird hauptsächlich über Tröpfcheninfektion übertragen. Beim Husten oder Niesen können infizierte Personen den Erreger an andere weitergeben. Auch über kontaminierte Oberflächen kann sich das Virus verbreiten. Wer solche Flächen berührt und anschließend Mund, Nase oder Augen anfasst, kann sich anstecken. Nach einer Infektion dauert es in der Regel drei bis sechs Tage, bis erste Symptome auftreten. Diese beginnen häufig ähnlich wie bei einer Erkältung. Betroffene berichten unter anderem über Husten, Schnupfen, Halsschmerzen oder Fieber. In vielen Fällen fühlen sich Erkrankte außerdem müde und abgeschlagen.
Mediziner betonen jedoch, dass die meisten Infektionen mit dem Virus mild verlaufen. Viele Betroffene erholen sich innerhalb weniger Tage, ohne dass eine spezielle Behandlung notwendig ist. In der Regel empfehlen Ärzte vor allem Ruhe, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und Medikamente zur Linderung der Symptome. Dennoch kann das Virus für bestimmte Personengruppen gefährlicher sein. Dazu gehören Säuglinge, ältere Menschen sowie Personen mit geschwächtem Immunsystem oder chronischen Atemwegserkrankungen. Bei ihnen kann die Infektion schwerer verlaufen und im Einzelfall zu Komplikationen wie Bronchitis oder Lungenentzündungen führen.
Bürger in Sorge vor gefährlichem neuen Virus
Das humane Metapneumovirus ist kein völlig neuer Erreger. Wissenschaftler entdeckten ihn bereits Anfang der 2000er-Jahre. Seitdem wird es weltweit immer wieder bei Atemwegsinfektionen nachgewiesen. In den USA berichten die Gesundheitsbehörden jedoch derzeit über eine verstärkte Verbreitung, weshalb das Virus aktuell wieder stärker im Fokus der medizinischen Forschung steht. Da bislang keine Impfung verfügbar ist, empfehlen Experten klassische Schutzmaßnahmen.
Dazu gehören gründliches Händewaschen, Abstand zu erkrankten Personen halten und hygienisches Verhalten beim Husten oder Niesen. Forschende arbeiten inzwischen daran, Impfstoffe und gezielte Therapien gegen das Virus zu entwickeln. Bis diese verfügbar sind, bleibt vor allem die Prävention entscheidend.
(Quellen: Centers for Disease Control and Prevention (CDC), Weltgesundheitsorganisation (WHO), Daily Mail)














