
Während Friedrich Merz in Aussicht stellt, dass auch die Rente ab 70 zu einem bestimmten Zeitpunkt notwendig sein wird, gibt es Menschen, die die Rente mit 40 anstreben. Sie wollen einfach nicht so lange arbeiten.
In Deutschland strömt die neue Generation auf den Arbeitsmarkt und die will schon mit 40 in Rente gehen. Während die Politik also über ein höheres Renteneinstiegsalter diskutiert, schwimmen immer mehr Menschen gegen diesen Strom.
Rente mit 70: Immer mehr Menschen stellen sich gegen diese Forderung
Mit diesem Jahr begann die Aktivrente. Wer in Rente gehen kann, aber dies nicht tut, sondern weiter arbeiten möchte, dem winkt nicht nur eine finanzielle Einmalzahlung. Bis zu 2.000 Euro pro Monat dürfen die Arbeiter verdienen, ohne dass sie hierfür Steuern zahlen müssen. Damit will die Bundesregierung einige grundlegende Probleme der deutschen Demographie lösen. Und doch reicht dies nicht aus, denn viele können gar nicht mehr arbeiten gehen. Zum Beispiel trifft dies diejenigen, die körperlich anstrengender Arbeit nachgehen oder schon krank sind. Allein deshalb sträuben sich auch viele Menschen dagegen, dass das Rentenalter auf 70 ansteigen soll.
Rente mit 40: So soll es möglich werden
Die jüngeren Generationen wollen jedoch gar nicht solange arbeiten gehen. Sie legen viel mehr wert auf die Work-Life-Balance und wollen entsprechend mehr von ihrem Leben haben. Sie sehen sich nicht bis zum Lebensende in einem Job. In Deutschland gibt es die sogenannten Frugalisten, die bereits mit 40 in Rente gehen wollen. Dies bedeutet nicht, dass sie dann gar nichts mehr tun, sondern vorher bereits einen bestimmten Lebensstil pflegen.
Möglich wird die Rente mit 40, wenn man vorher schon einige Voraussetzungen erfüllt. Zum einen muss man einen gut bezahlten Job haben. Zweitens muss man seine Lebenshaltungskosten so gering wie möglich halten. Frugalisten legen 80 Prozent ihres Einkommens in Investitionen ab. Dies geschieht zum Beispiel in Form von Aktien. Das bedeutet, dass sie in günstigen Wohnungen wohnen oder beispielsweise bei den Eltern. Sie geben auch für Hobbies oder Reisen nichts aus und verzichten auf alles. Kritiker bemängeln, dass es dafür einen sehr gut bezahlten Job geben muss. Zudem fällt es denjenigen leichter, die bereits von Hause aus reich sind oder ein großes Vermögen geerbt haben. Auch unvorhergesehene Ausgaben können schnell dazu führen, dass das Geld nicht mehr reicht.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, tagesschau)














