Nichts ist steuerfrei: Merz-Regierung will die Minijobs abschaffen

Der derzeitige Bundeskanzler Friedrich Merz sitzt im Bundestag auf seinem Sitz und verschränkt die Arme. Er schaut mit ernster Miene in Richtung des Rednerpultes und hört angespannt zu.
Symbolbild © imago/dts Nachrichtenagentur

Für Millionen Arbeitnehmer in Deutschland könnte es bald zu einem Kahlschlag kommen, denn die Merz-Regierung will die Minijobs abschaffen. Finanziell wäre das für viele Menschen ein Desaster.

Die Merz-Regierung will die Minijobs abschaffen. Millionen Arbeiter sollen dann auf ihren Mini-Lohn ebenfalls Steuern und Sozialabgaben zahlen. Dies dürfte erneut zu erheblichem Protest führen.

„Es weht ein neuer Wind in Deutschland“: Merz will Hebel in Bewegung setzen

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich seit seiner Wahl zum Kanzler nicht gerade beliebt gemacht. Wie er bereits im Sommer angekündigt hatte, soll es im Herbst an die Verabschiedung vieler Richtlinien und Gesetze gehen. In der Vergangenheit machte der Kanzler nicht nur mit der Stadtbild-Aussage von sich reden, sondern auch damit, dass er ordentlich sparen will. Die Leidtragenden sind nicht nur die Bürgergeld-Empfänger und Arbeitslosen, sondern nun auch Millionen anderer Bürger. Zum einen will er dadurch mehr Menschen in vollwertige Arbeit bringen. Zum anderen sollen die Staatskassen gefüllt werden, denn so könne es laut der regierenden CDU einfach nicht weitergehen.

Im Sommer bereits erste Gerüchte: Noch folgte ein Dementi

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Bereits im Sommer gab es die ersten Gerüchte, dass die Minijobs besteuert werden sollen. Damals erfolgte von der Bundesregierung jedoch ein klares Dementi, und man wisse überhaupt nicht, auf welcher Grundlage es solche Spekulationen überhaupt gebe. Nun machen jedoch 62 Abgeordnete der CDU genau diesen Vorschlag. Der Grund hierfür sei, dass das ursprüngliche Gesetz von 2003 kleinere Arbeiten legalisieren, mehr Menschen in Arbeit bringen und die Schwarzarbeit eindämmen sollte.

Im Laufe der Zeit würden jedoch immer mehr Unternehmen den Minijob als Einstellungsart ihrer Wahl nehmen und somit die Arbeiter um ihre Vorsorge fürs Alter bringen. Man würde die Abgaben für Krankheit und Pflege aufs Rentenalter verschieben. Zudem gäbe es die meisten Minijobs im Handel, in der Pflege und der Gastronomie. Für diese Zweige sei das Konzept jedoch nicht gedacht gewesen. Damit sei ein gut gemeintes Gesetz zum Systemfehler geworden. Kommt es wirklich soweit, würde dies eine finanzielle Katastrophe für sieben Millionen Minijobber werden.

(Quellen: Bundesfinanzministerium, Deutscher Bundestag, Bundesregierung, Minijob-Börse)