Nie dagewesene Riesen-Wespe breitet sich in Deutschland aus

Ein kräftig gefärbtes fliegendes Insekt mit orange schimmernden Flügeln und gelben Flecken auf dem Hinterleib sitzt auf einer stacheligen, hellgrünen Pflanze mit kleinen weißen Blütenständen. Es handelt sich um die Gelbstirnige Dolchwespe.
Symbolbild © istockphoto/Entwicklungsknecht

Wer in Deutschland diese Riesen-Wespen sichtet, staunt nicht schlecht. Das Aussehen der bislang seltenen Tiere beeindruckt viele. Woran man die Insekten erkennt und ob sie gefährlich sind – alle Details auf einen Blick.

Beim Anblick dieser seltenen Wespen wird vor allem Phobikern ganz mulmig zumute. Inzwischen wurden sie unter anderem in der Nähe von NRW nachgewiesen.

Riesen-Wespen in Deutschland: So sehen sie aus

In Deutschland war diese auffällige Wespenart lange kaum verbreitet. Ihre Ursprünge liegen in warmen südeuropäischen Regionen, doch mit den zunehmend warmen und trockenen Sommern sichtet man sie inzwischen immer öfter. Wer ihr begegnet, bemerkt zunächst ihre Größe: Das Insekt kann einige Zentimeter groß werden und wirkt dadurch deutlich imposanter als viele heimische Wespen. Erst danach fallen die schmal anliegenden, leicht bräunlich getönten Flügel ins Auge.

Beim genaueren Hinsehen zeigen sich die Details des auffällig geformten Körpers: Der Hinterleib ist segmentiert mit schmalen, gelben Binden und wirkt dadurch markant verlängert. Farblich dominiert ein kräftiges Schwarz, das von leuchtenden gelben Mustern durchzogen wird. Insgesamt entsteht so ein markantes, fast exotisch wirkendes Erscheinungsbild.

Zwei auffällige Arten in der Nähe von NRW

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Bei der beschriebenen Art handelt es sich um die Dolchwespe. Sie fühlt sich besonders in sonnenverwöhnten, trockenen Gebieten wohl. Demnach hält sie sich zum Beispiel auf sandigen Flächen, in blütenreichen Gärten und auch an wärmeren Waldrändern auf. Zunehmend erobert sie auch Parks und Siedlungsräume mit sonnigen, warmen Böden. Ihre Nester errichtet sie im Erdreich, wo sie aktiv die Larven anderer Arten aufspürt. Für Menschen gilt die Dolchwespe, die kein Schädling ist, als weitgehend ungefährlich. Sie befällt vor allem Engerlinge von Käfern, die im Gartenbereich als lästige Schädlinge gelten.

Eine weitere auffällige, extrem seltene Art, die man ‒ genau wie die Dolchwespe ‒ in der Nähe von NRW in Belgien entdeckt hat, ist die Schwarze Riesenholzwespe. Das beeindruckende Insekt ist größer als die Dolchwespe, dunkel gefärbt und trägt gelbe Markierungen. Es lebt bevorzugt in Totholz oder geschwächten Bäumen. Ihre beachtliche Länge erreicht sie inklusive des Legestachels. Oft halten Laien diesen fälschlicherweise für einen Giftstachel. Tatsächlich ist sie für Menschen harmlos und kein Materialschädling, da sie nur bereits krankes Holz besiedelt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Natuurpunt, NABU)