
Rente ist hierzulande ein heikles Thema. Wer nie in die Rentenkasse eingezahlt hat, befürchtet im Alter mittellos dazustehen. Doch dann hilft der Staat mit über 1.000 Euro im Monat.
Dabei ist diese staatliche Unterstützung vielen Betroffenen gar nicht bekannt, obwohl sie ein Leben in Würde im Alter sichern kann.
Nie gearbeitet und trotzdem nicht mittellos
Mittlerweile ist es ein bekanntes Bild – vorwiegend in Großstädten: Senioren, die mit einem Wägelchen und Tüten bewaffnet losziehen, um Pfand zu sammeln. Als Grund dafür nennen viele eine zu geringe Rente. Fakt ist: Je mehr jemand in die Rentenkasse eingezahlt hat, desto mehr springt im Alter auch raus. Im Umkehrschluss bekommen jene, die nie ihre Beiträge geleistet haben, auch keine Rente. Häufig werden in diesem Fall als Erstes die Kinder zur Kasse gebeten. Doch gibt es auch andere Möglichkeiten, von denen viele nichts wissen. Schließlich gibt es auch ältere Menschen ohne Familien.
Die Gründe dafür, dass ein Mensch nicht arbeitet, sind unterschiedlich. Und nicht immer haben sie mit Faulheit oder dergleichen zu tun. Krankheit oder enorme Pflegebedürftigkeit – sei es die eigene oder die eines Angehörigen – gehen oft nicht mit Regelarbeitszeiten konform. Das macht es natürlich schwierig, dauerhaft einen passenden Job auszuüben.
Staat zahlt über 1.000 Euro im Monat
Auch für Senioren gibt es die Unterstützung vom Staat. Das Ganze nennt sich „Grundsicherung im Alter und bei Erwerbsminderung“ und besteht bereits seit 2005. Diese Sozialleistung dient der Sicherstellung des notwendigen Lebensunterhalts bei Hilfebedürftigkeit von Personen, die das Rentenalter erreicht haben oder als Erwachsene dauerhaft voll erwerbsgemindert sind. Liegt das gesamte Einkommen einer betroffenen Person unter 1.101 Euro, kann man den Anspruch auf Grundsicherung prägen lassen.
Diese finanzielle Hilfestellung deckt Miete und Heizung ab, ebenso wie Vorsorge-, Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge. Außerdem gilt die Grundsicherung auch in diesem Fall als Abdeckung des Existenzminimums, inkludiert also auch Dinge des täglichen Bedarfs, wie Nahrung und Kleidung – sogar Unternehmungen und Telefonkosten. Jedwedes eigenes Einkommen wird bei der Grundsicherung im Alter zwar angerechnet. Aber eine Aufstockung durch die staatliche Hilfe könnte sich dennoch lohnen.
(Quellen: Deutsche Rentenversicherung, Ministerium für Arbeit NRW, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














