
Dis bisherigen Maßnahmen haben nicht ausgereicht, sodass die Bundeswehr nun den nächsten Pflichtdienst plant. Deutschland braucht mehr Soldaten – und die geplanten Regelungen sollen genau dies bewirken.
Für junge Männer in Deutschland könnte es bald richtig ernst werden, denn die Bundeswehr plant den nächsten Pflichtdienst. Angesichts der angespannten Lage braucht Deutschland offenbar mehr Soldaten, um sich im Ernstfall verteidigen zu können. Die derzeitige Anzahl reicht einfach nicht aus.
Auflagen und drohende Krisen: Deutschland muss aufrüsten
Seit dem Wegfall der Pflicht zum Wehrdienst für junge Männer warnten Experten davor, dass dies zu einem desolaten Zustand der Bundeswehr führen würde. Auch die Ausrüstung der Bundeswehr hat mit den Jahren ordentlich nachgelassen. Vieles ist veraltet und dank der Einsparungen in diesem Bereich auch nicht ersetzt worden.
Spätestens der Krieg zwischen Russland und der Ukraine hat nicht nur gezeigt, dass eine solche Bedrohung sehr nah ist, sondern auch dass sich Deutschland im Ernstfall gar nicht verteidigen kann. Es fehlen die richtige, moderne Ausrüstung und eine große Menge an Soldaten.
Bundeswehr plant nächsten Pflichtdienst: Aufstockung von Ausrüstung und Soldaten
Zwar ist laut statistischen Angaben die Zahl der Soldaten im Vergleich zu 2024 um 3.000 Mitglieder angestiegen. Allerdings liegt die Anzahl mit 184.194 immer noch weit unter den Vorgaben der NATO. Diese sehen nämlich vor, dass Deutschland über wenigstens 460.000 Soldaten verfügen muss. Und das bis 2035. Deshalb hat Verteidigungsminister Boris Pistorius bereits einige Vorkehrungen getroffen, um zumindest 260.000 aktive Soldaten für den Ernstfall bereitstellen zu können. So müssen sich ab diesem Jahr alle jungen Männer, die 18 werden, einem Fragebogen unterziehen und entsprechende Fragen beantworten, die für den Wehrdienst relevant sind.
Zudem will Pistorius den Reservistendienst ausbauen. Neue Regelungen für die Reserve sollen dazu führen, dass neben den aktiven Soldaten im Notfall auch die Männer aus der Reserve eingezogen werden können. Hierfür sollen mehr Übungen angeboten werden. Bislang müssen die Arbeitgeber die Teilnahme an solchen Übungen noch erlauben und die betroffenen Arbeitnehmer freistellen. Dies soll in Zukunft entfallen, sodass die Angestellten hierfür freigestellt werden müssen. Man rechne zwar mit massiven Protesten bei den Arbeitgebern. Allerdings müssten diese auch einsehen, dass ohne ein sicheres Deutschland auch in der Wirtschaft nichts gehe, so Pistorius.
(Quellen: dpa, Tagesspiegel, Aussagen von Boris Pistorius)














