
Deutschland zählt im europäischen Vergleich zu den Ländern mit einer hohen Steuer- und Abgabenbelastung. Nun plant die Bundesregierung weitere Änderungen. Die Regierung hat eine neue Plastiksteuer beschlossen.
Die Suche nach Geld für den neuen Bundeshaushalt führt zu einer harten Entscheidung. Die Bundesregierung führt jetzt eine Plastiksteuer ein, die ab 2027 greifen soll. Viele Menschen fragen sich jetzt, ob das für sie am Ende noch höhere Preise im Supermarkt bedeutet.
Kritik an hoher Steuerlast wächst in Deutschland
Immer mehr Menschen äußern Kritik an der aus ihrer Sicht hohen Steuerbelastung. Besonders steigende Lebenshaltungskosten verstärken den Eindruck, dass vom Einkommen immer weniger übrig bleibt. Verbraucher verweisen häufig auf höhere Preise für Energie, Lebensmittel und Dienstleistungen sowie auf zahlreiche Abgaben, die den Alltag verteuern. Auch Wirtschaftsverbände und Interessenvertretungen fordern immer wieder Entlastungen für Arbeitnehmer und Unternehmen. Gleichzeitig wächst die Sorge, dass zusätzliche Steuern den privaten Konsum weiter bremsen könnten.
EU-Abgabe und mögliche Mehrbelastung für Verbraucher
Die EU verlangt von ihren Mitgliedstaaten seit einigen Jahren eine Abgabe, die sich an der Menge nicht recycelter Kunststoffverpackungen orientiert. Damit sollen Länder einen finanziellen Beitrag für den Umgang mit Plastikabfällen leisten. Die Mittel landen im EU-Budget und werden dort unter anderem für Umwelt- und Klimaprojekte genutzt, die eine stärkere Kreislaufwirtschaft fördern. In Deutschland wird diese Zahlung bisher nicht direkt auf Verbraucher umgelegt, sondern aus dem Staatshaushalt finanziert. Einige Staaten wie Spanien und Portugal haben sich jedoch dafür entschieden, diese Kosten über Preise im Handel weiterzugeben. Jede Regierung entscheidet selbst über die konkrete Umsetzung.
Die Regierung will die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit durch gezielte Strukturreformen verbessern. Im Rahmen des Bundeshaushalts für 2027 setzt die Bundesregierung auf zusätzliche Einnahmen durch steuerliche Anpassungen. Das Kabinett hat Ausgaben in Höhe von 555,4 Milliarden Euro beschlossen und plant zugleich eine Neuverschuldung von 118,7 Milliarden Euro. Um diese Finanzierung zu unterstützen, sollen mehrere Abgaben steigen oder neu eingeführt werden.
(Quellen: Entwurf Bundeshaushalt 2027, Plastics Europe, Umweltbundesamt, BUND, eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














