Noch teurer: Gasheizungen stehen in Deutschland vor dem Ende

In einem Heizungsraum sind ein orangefarbener Boiler und ein weißes Heizgerät mit Display und Bedienfeld zu sehen. Im Raum verlaufen mehrere graue und weiße Rohre an Wänden und an der Decke.
Symbolbild © istockphoto/Stefan Gruber

Lange waren sie beliebt, jetzt neigt sich ihre Zeit dem Ende zu. Weil Gasheizungen noch teurer geworden sind, werden sie immer unattraktiver. Vor allem diese Pflicht lässt Hausbesitzer tief in die Tasche greifen.

Die Auflagen werden immer strenger. Denn fossile Brennstoffe wie Erdgas stehen in der Kritik. Aber auch die klimafreundliche Alternative geht ins Geld ‒ spätestens im Winter, wenn der Verbrauch steigt.

Kostspielig: Gasheizungen werden immer teurer 

Fossile Brennstoffe gelten als Klimakiller. Sie tragen zur Erderwärmung bei, dazu gehört auch Erdgas. Dennoch entscheiden sich einige Hausbesitzer in Deutschland gegen den Austausch des Heizsystems, zum Beispiel aus Unsicherheit oder Angst vor hohen Kosten. Wer eine alte Gasheizung in Betrieb hat und sein Haus verkaufen will, muss jedoch mit schmerzhaften Nachteilen rechnen. Die Experteneinschätzung ist klar: Hohe Abschläge sind kaum abzuwenden. Der Wertverlust beläuft sich manchmal auf bis zu 30 Prozent.

Eine unattraktive Pflicht für Hausbesitzer mit Gasheizung

Nicht nur Bestandsimmobilien mit Gas werden zunehmend unattraktiver. Hintergrund sind die strengen Auflagen im Rahmen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG). Bei Neubauten muss sich der Anteil erneuerbarer Energien auf mindestens 65 Prozent belaufen ‒ und das schlägt ordentlich auf das Bankkonto. Biogas, das eine Option zur Erfüllung der Quote ist, ist teuer, was viele Haushalte spätestens im Winter zu spüren bekommen. Dann steigt der Gasverbrauch. Im Vergleich zu reinem Erdgas liegt der Tarif etwa 40 Prozent höher. Damit könnte die Bedeutung von Gasheizungen künftig insgesamt noch stärker abnehmen.

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Bisher sind Bestandsimmobilien von der 65-Prozent-Regelung nicht betroffen. Aber aufgepasst: Künftig soll sich das ebenfalls ändern. Wer dann in einem Bestandsgebäude die Heizung austauscht, muss sich an die vorgegebene Quote halten. Die Änderung ist an den Wärmeplan der jeweiligen Stadt oder Gemeinde geknüpft. Großstädte sollen ihn bereits bis zum 30. Juni 2026 vorlegen. Generell sinkt auch der Neubauanteil mit Gasheizungen von Jahr zu Jahr. Komplett Schluss mit fossilen Brennstoffen ist übrigens ab 2045. Ab dann ist der Einsatz der klimaschädlichen Stoffe bei der Heizungsnutzung untersagt. Wie weit die Erderwärmung bis dahin tatsächlich fortgeschritten ist und wie stark sich die Maßnahmen zur Eindämmung der Schäden auswirken, steht jedoch in den Sternen.