Noch weniger Geld: Regierung plant Kürzung für Millionen Rentner

Es sind zwei Personen von hinten zu sehen. Sie laufen in einem größeren Abstand zueinander. Eine ältere Frau zieht einen blauen Trolley hinter sich her, in dem sie etwas transportiert.
Symbolbild © istockphoto/Sergiy1975

Es ist unfassbar und der Widerstand regt sich. Die Regierung plant tatsächlich eine Kürzung für Millionen Rentner. Dabei trifft es gerade diejenigen besonders hart, die sowieso schon schwer zu kämpfen haben.

Die Regierung plant eine weitere Kürzung, die wieder einmal Millionen Rentner treffen wird. Diejenigen, die schon jetzt viel verlieren, haben es dann noch schwerer.

„Müssen alle sparen“: Bundesregierung bastelt an einschneidenden Maßnahmen

Die Bundesregierung kann es gar nicht oft genug sagen: Es fehlen Milliarden Euro im Bundeshaushalt. Überall wird zusammengespart und gekürzt. In allererster Linie trifft es dabei immer Kultur und Soziales. Mit dem Start der Grundsicherung für Arbeitssuchende ab dem 1. Juli sollen drastische Kürzungen möglich sein, von denen sich die Regierung hohe Einsparungen erhofft.

Zeitgleich geht es ans nächste Ressort: die Kranken- und Pflegeversicherung. Dadurch, dass wir immer älter werden und damit immer mehr Menschen krank und pflegebedürftig werden, steigen die Kosten immer weiter. Dies hätte zur Folge, dass die Versicherten noch höhere Beiträge zahlen müssen. Nun will man auf andere Weise einsparen.

Regierung plant Kürzung: „Es trifft Millionen besonders hart“

Es geht derzeit in der Regierung jedoch nicht nur um die Krankenversicherung, sondern auch um die Pflege. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat nun einen weiteren Vorschlag gemacht, der 1,7 Millionen Menschen betrifft. Aktuell ist es so, dass für diejenigen, die einen Angehörigen pflegen, automatisch ein Beitrag in die Rentenkasse fließt. Die Kosten belaufen sich Schätzungen zufolge auf 139 bis 736 Euro pro Monat und Person, sodass diese zwischen 7 und 37 Euro pro Monat mehr an Rente bekommen.

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Diese Einzahlungen kosten den Staat Schätzungen zufolge allein im nächsten Jahr 1,8 Milliarden Euro. Betroffen sind davon ca. 1,7 Millionen Menschen, für die es diese Einzahlung in Zukunft nicht mehr oder nur noch deutlich reduziert geben soll. Das bedeutet gerade für Frauen, die mit 85 Prozent die Mehrheit derjenigen ausmachen, die ihren Job teilweise oder ganz aufgeben, um die Eltern, Partner oder Kinder zu pflegen, weniger Rente. Obwohl es sich bislang nur um einen Vorschlag handelt, wächst der Widerstand. Denn damit würden diejenigen, die es sowieso schon schwer haben, es in Zukunft mit ihrer Rente bezahlen.

(Quellen: Spiegel, Politico, Zeit, ZDF, Deutsche Rentenversicherung)