
Eine neue Studie zeigt, wie abhängig wir vom Smartphone sind. Für die Mehrheit ist ein Urlaub ohne Handy nicht möglich. Experten schlagen Alarm und warnen vor den nachhaltigen Folgen.
Ohne Handy kein Urlaub – zu diesem Ergebnis kommt eine neue Studie und deckt dabei erschreckende Tatasachen auf. Auch Kinder und Jugendliche sind extrem betroffen.
Experten warnen vor Gefahren und den Konsequenzen: „Deutliche Veränderung sichtbar“
In Deutschland gelten rund 6,6 Prozent der 10- bis 17-jährigen Kinder und Jugendlichen als abhängig von bzw. süchtig nach sozialen Medien und Smartphones. Hochgerechnet entspricht dies etwa 350.000 Betroffenen. Blickt man auf das Nutzungsverhalten im weiteren Sinne (inklusive riskantem Gaming, Online-Streaming und Kurzvideos auf Plattformen wie TikTok), weisen laut aktuellen Erhebungen der Krankenkasse DAK und des UKE Hamburg-Eppendorf sogar rund 1,5 Millionen junge Menschen eine problematische oder pathologische Mediennutzung auf.
Mit diesen Studien zeigt sich auch, dass das alltägliche Bild, das man heute allgemein hat, nicht nur pure Einbildung oder subjektive Wahrnehmung ist. Das sogenannte Binge-Scrolling, also das stundenlange Surfen in den sozialen Medien und auf anderen Plattformen, betrifft jedoch nicht nur Kinder und Jugendliche. Schätzungsweise sind davon auch 25 bis 28 Prozent der Erwachsenen betroffen. Eine neue Studie zeigt nun einen weiteren Wandel, der aus Expertensicht mehr als bedenklich ist.
Ohne Handy kein Urlaub: Studie offenbart eine weitere Problematik
Der Digitalverband Bitkom hatte eine Studie in Auftrag gegeben, die die Nutzung des Handys im Urlaub untersucht. Festgehalten wurde nicht nur das Alter der Befragten, sondern auch, wann und zu welchen Zwecken sie das Smartphone verwenden. Dabei kam zutage, dass die meisten Menschen nicht ohne Handy in den Urlaub fahren. Sie nutzen dieses jedoch nicht nur für das Surfen in den sozialen Medien, sondern auch um selbst den Urlaub in Bildern festzuhalten. Die Teilnehmer gaben an, dass sie wollten, dass andere ihr Leben sähen. Sie wollten sie damit sogar ein wenig neidisch machen. Letzteres traf auf rund ein Viertel der Befragten zu.
57 Prozent der Teilnehmenden gab an, dass für sie das Posten von Urlaubsfotos unbedingt zum Urlaub dazugehöre. Im vergangenen Jahr waren dies noch 50 Prozent. Jugendliche zwischen 16 und 39 Jahren legten mit 69 Prozent sogar noch mehr Wert darauf als der Durschnitt. Bei den Erwachsenen zwischen 30 und 49 Jahren waren es 66 Prozent. Experten sehen diese Zahlen als bedenklich an. Denn im Urlaub sollte Erholung die Hauptrolle spielen – und nicht das Smartphone.
(Quellen: HolidayCheck, YouGov)














