
Bei Verstößen drohen saftige Bußgelder: Ein neues Gesetz trifft Restaurants und zwingt zahlreiche Gastronomen nun zu einer Änderung im Betrieb. Hintergrund ist das Ziel, Plastikmüll und Ressourcenverschwendung zu verhindern.
Bei der Bestellung des Lieblingsessens dürfte diese Änderung so manchen Kunden überraschen. Um keinen Nachteil zu riskieren, sollten Betroffene Folgendes beachten.
Wegwerfprodukte aus Einwegplastik: In der EU längst verboten
Ob Gabeln, Teller oder Boxen ‒ Geschirr und Verpackungen aus Einwegplastik unterliegen in der EU bereits seit 2021 einem speziellen Verbot. Hintergrund ist das Ziel, Plastikmüll deutlich zu reduzieren. Seit Jahren sorgt der Abfall für große Schäden. Der Kunststoff bleibt jahrhundertelang in der Umwelt liegen, zerfällt in kleine, unscheinbare Teile und vergiftet Flüsse, Meere sowie Böden. Meeresbewohner und Vögel fressen die Teile oft versehentlich und sterben daran. Eine Folge davon: Die Schadstoffe können am Ende über die Nahrung auch den Menschen erreichen.
Neues Gesetz trifft Restaurants: Das ändert sich ab sofort
Die Herausforderung will jetzt auch New Jersey mit einer neuen Regelung angehen. Sie nennt sich „Skip the Stuff“. So will man Ressourcen schonen und Müll reduzieren. Wer in der Gastronomie bei einem Lieferdienst arbeitet, muss ab sofort aufpassen: Das automatische Beilegen von Plastikzubehör wie Gabeln, Strohhalmen oder Verpackungen mit Soßen ist nicht mehr erlaubt. Betroffen sind Speiselokale, Imbisswagen und Online-Bestellplattformen im US-Bundesstaat. Die Betriebe müssen das Bestellsystem demnach umstellen, damit Kunden die Extras erst per Klick zusätzlich anfordern müssen.
Wer vor Ort im Restaurant Platz nimmt, erhält überhaupt kein Einwegbesteck mehr. Ignorieren die Gastwirte die Vorgaben, drohen ihnen nach einem ersten schriftlichen Verweis auch Bußgelder: Ein zweiter Verstoß schlägt mit bis zu 100 Dollar Strafe für jeden einzelnen Tag zu Buche. Bleibt ein Lokal uneinsichtig und missachtet die Vorschrift ein drittes Mal oder noch öfter, klettert das Bußgeld dann sogar auf bis zu 250 Dollar. Die Regelung gilt offiziell seit dem 1. August 2026.
(Quellen: NJDEP, State of New Jersey)














