Pleite-Alarm in Deutschland: Firmen-Insolvenzen auf Rekordhoch

Ein leeres Schaufenster mit der Aufschrift "Wir schließen". Es handelt sich um einen Laden, der aufgrund von finanziellen Problemen zumachen muss. Das Bild zeigt eine Pleite. Es gibt derzeit jede Menge Insolvenzen in Deutschland.
Symbolbild © istockphoto/Heiko119

Die Firmen-Insolvenzen befinden sich in Deutschland derzeit auf einem Rekordhoch. Trotzdem ist weiterhin keine Lösung in Sicht, sodass die Entwicklung die nächste Zeit noch so bestehen bleiben wird.

Jeden Tag gibt es die Meldung von wenigstens einer Insolvenz. Die Gründe bleiben dieselben und werden sich wohl auch in naher Zukunft nicht auflösen. Die Firmen-Insolvenzen in diesem Land befinden sich derzeit auf einem Rekordhoch.

Zieht sich durch die komplette Branchenlandschaft: Immer mehr Betriebe gehen pleite

Der Hilferuf hallt schon seit längerer Zeit durch Deutschland. Nicht umsonst fordern immer mehr Betriebe Bundeskanzler Friedrich Merz dazu auf, endlich tätig zu werden. Die Gründe sind vielfältig, aber dennoch immer die gleichen. Zu hohe Kosten für Energie, die sich auf die geopolitischen Spannungen zurückführen lassen, sowie die Mehrausgaben für Waren und Personal. Mit der Erhöhung des Mindestlohns in diesem Jahr und der geplanten Erhöhung für das nächste Jahr fühlen sich gerade kleinere Unternehmen immer mehr bedroht. Denn die Ausgaben steigen, können aber nicht durch entsprechende Einnahmen wieder wettgemacht werden. Dabei ziehen sich die Pleiten durch die kompletten Branchen. Einige sind jedoch besonders betroffen.

Firmen-Insolvenzen auf Rekordhoch: Laut Experten ist kein Ende in Sicht

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Doch auch wenn Bundeskanzler Friedrich Merz versprach, etwas für die Unternehmen zu tun und die Misere beenden zu wollen, hat sich bislang nicht viel getan. Auswertungen des letzten Jahres haben ergeben, dass die Anzahl der Firmen-Insolvenzen in Deutschland um 4,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Damit reiht sich das Jahr 2025 in eine Reihe von Insolvenz-Steigerungen ein. Denn seit einigen Jahren erreichen die Firmen-Pleiten immer wieder ein trauriges Hoch. Insgesamt stieg die Anzahl der Insolvenzen um 8,8 Prozent.

Die Auswertungen, die europa-weit erfolgt sind, zeigen jedoch, dass die Pleitewelle kein typisch deutsches Problem ist. Auch andere große Industrieländer befinden sich auf einem Rekordhoch. Dazu zählen beispielsweise Griechenland und Finnland. In anderen Ländern wie beispielsweise den Niederlanden oder Irland und Norwegen hat die Rate der Firmenpleiten sogar abgenommen. Zwar zieht sich die Pleitewelle durch viele Branchen. Am meisten betroffen sind jedoch diejenigen Betriebe, die dicht am Menschen arbeiten, so Experten. Hier sind die Verbraucher immer weniger bereit, Geld auszugeben. Auch sonst hat das Konsumverhalten deutlich abgenommen.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Creditreform, dpa)