
Laut Experten schwappt derzeit eine große Pleite-Welle über Deutschland. Ungefähr alle 20 Minuten gibt es eine neue Insolvenz. Das bleibt für die Menschen in der Bundesrepublik natürlich nicht ohne Folgen.
Die wirtschaftliche Lage vieler Unternehmen in der Bundesrepublik bleibt angespannt. Laut Experten schwappt derzeit eine regelrechte Pleite-Welle über Deutschland. Ungefähr alle 20 Minuten gibt es eine neue Insolvenz.
Immer mehr Insolvenzen in Deutschland
Die Zahl der Insolvenzen ist auf den höchsten Stand seit 2014 gestiegen. Im Jahr 2025 meldeten deutsche Amtsgerichte 24.064 Unternehmensinsolvenzen. Das sind 10,3 Prozent mehr als im Jahr zuvor und damit so viele Firmenpleiten wie seit über einem Jahrzehnt nicht mehr. Besonders alarmierend ist dabei ein Detail: Statistisch gesehen muss in Deutschland im Durchschnitt alle 20 Minuten ein Unternehmen Insolvenz anmelden. Die Pleite-Welle in Deutschland kommt allerdings nicht für alle überraschend. Bereits in den beiden Jahren zuvor waren die Insolvenzzahlen deutlich gestiegen. Experten sehen mehrere Gründe für diesen Trend. Viele Unternehmen kämpfen weiterhin mit den Folgen der wirtschaftlichen Schwächephase in Deutschland. Hohe Energiepreise und steigende Zinsen sorgen dafür, dass vor allem kleine und mittelständische Betriebe in eine finanzielle Schieflage geraten. Auch die schwache Nachfrage in einigen Branchen verschärft die Lage zusätzlich.
Besonders erwischt die Pleite-Welle in Deutschland dabei Unternehmen aus Verkehr und Logistik, Gastgewerbe und Baugewerbe. Aber nicht nur Firmen geraten zunehmend in finanzielle Schwierigkeiten. Auch immer mehr Privatpersonen müssen Insolvenz anmelden. 2025 wurden rund 77.219 Verbraucherinsolvenzen registriert, ein Anstieg von etwa 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr.
Wirtschaftliche Lage ist kritisch
Die Gründe dafür sind auch hier steigende Lebenshaltungskosten, hohe Energiepreise und wachsende Schuldenbelastungen vieler Haushalte. Die Insolvenzen haben auch Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt. Nach Schätzungen waren rund 170.000 Arbeitsplätze von Unternehmenspleiten betroffen.
Experten sind sich derzeit uneinig, wie sich die Lage in den kommenden Jahren entwickeln wird. Einige hoffen, dass sich die Situation stabilisiert, wenn Energiepreise sinken und sich die Konjunktur wieder erholt. Andere warnen jedoch davor, dass die Insolvenzzahlen auch 2026 weiter steigen könnten, da viele Unternehmen weiterhin mit strukturellen Problemen kämpfen und immer mehr der Pleite-Welle in Deutschland zum Opfer fallen.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Statistisches Bundesamt)














