Pleitewelle droht: Krankenhäuser in Deutschland vor dem Kollaps

Intensivstation im Krankenhaus. Einen Notstand gibt es derzeit in den Karlsruher Krankenhäusern. In den Betten im Krankenhaus befinden sich gar keine Patienten. Außerdem sind weder Personal noch Ärzte da.
Symbolbild © istockphoto/Akiromaru

Experten warnen davor, dass die nächste Pleitewelle in Deutschland droht, denn die Krankenhäuser hierzulande stehen vor dem Kollaps. Es soll noch schlimmer kommen, wenn sich nichts ändert.

Die schlechten Nachrichten aus der Wirtschaft reißen einfach nicht ab. Nun gibt es jedoch einen besonderen Grund zur Sorge, denn Experten warnen vor einem Kollaps der Krankenhäuser in Deutschland. Sie mahnen dazu, dass sich dringend etwas ändern muss.

Gesundheitswesen schlägt Alarm: „Nun kommt es noch schlimmer“

Millionen Bürger in Deutschland stöhnten auf bei der Nachricht, dass sich die Beiträge der Krankenkassen mit dem neuen Jahr erhöhen werden. Einige Versicherungen haben dies bereits im letzten Jahr angekündigt und nun entsprechend umgesetzt. Viele Experten, aber auch die Menschen selbst, fordern die Politik inzwischen zum Handeln auf. So könne es nicht weitergehen. Die Krankenkassen sehen aufgrund der gestiegenen Preise und der gestiegenen Kosten für die Krankenhausaufenthalte keine andere Möglichkeit mehr, als die Leistungen zu streichen. Doch auch das kann nicht im Sinne der Patienten sein, so Verbraucherschützer. Nun kommt es jedoch noch weitaus schlimmer.

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Pleitewelle: Krankenhäuser vor dem Kollaps – „Muss endlich was passieren“

Im letzten Jahr haben bereits einige Kliniken Insolvenz angemeldet. Damit gehen nicht nur Möglichkeiten für die Patienten verloren, sondern auch Arbeitsplätze fürs Personal. Als letztes Beispiel sei die Krankenhaus Geesthacht GmbH erwähnt, die im Spätherbst Insolvenz anmeldete. 700 Mitarbeiter bangen um ihre Zukunft.

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung schlägt Alarm und fordert die Politik ebenfalls auf, endlich zu handeln. Vor allen Dingen in der Pflicht sieht sie die Ministerpräsidenten der einzelnen Bundesländer. Diese sollten endlich den Mut fassen, kleine Kliniken, auf die man getrost verzichten könne, weil sie sowieso keine sinnvollen Leistungen erbringen würden, zu schließen. Dies würde jedoch kein Bundesland tun. Zudem habe der vorherige Gesundheitsminister der alten Bundesregierung die Krankenhausreform so „zerpflückt“, dass man nichts mehr damit anfangen könne. Die Bundesregierung müsse endlich etwas tun, damit es nicht zu einer großen Anzahl von Krankenhaus-Pleiten kommt.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, dpa, Kassenärztliche Bundesvereinigung, Krankenhaus Geesthacht)