Pleitewelle: Dunkle Wolken für die deutsche Wirtschaft ab Herbst

Symbolische Darstellung steigender Energiepreise. Im Vordergrund Stromleitungen und ein Strommast, im Hintergrund ein Schornstein und Hochspannungsleitungen. Darüber Diagrammkurven. Das Bild ist rötlich gefärbt.
Symbolbild © istockphoto/Andreas Balg

Es sind niederschmetternde Prognosen für die deutsche Wirtschaft: Experten rechnen im Herbst mit steigenden Insolvenzzahlen, während auch die Einschätzung für das Gesamtjahr bitter ausfällt. Was die Entwicklung für Beschäftigte bedeutet. 

Nach einer kurzen „Atempause“ im Sommer warnen Experten vor einer erneuten Insolvenzwelle im Herbst. Die Zahlen waren gesunken. Doch nun steigen sie offenbar wieder an.

Ernüchternde Aussichten für die deutsche Wirtschaft: Das erwarten Experten im Herbst

Die schwierige Wirtschaftslage treibt weitere Unternehmen in die Enge. Beschäftigte bangen um ihre Jobs, während viele Betriebe ums Überleben kämpfen. Im August 2025 gab es eine leichte Entspannung: Nach Informationen des Statistischen Bundesamts ist die Zahl der Firmeninsolvenzen ‒ im Vergleich zum August des Jahres 2024 ‒ zwar um 11,6 Prozent angestiegen. Dennoch ist die Zahl im Vergleich zum Juli 2025 gesunken.

Jetzt liegen neue Prognosen für den Herbst vor. Diese lassen aufhorchen. Wie das Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung Halle (IWH) erklärt, könnte die Zahl der Insolvenzen im Herbst erneut in die Höhe schießen. Nicht nur hohe Energiekosten tragen zur besorgniserregenden Entwicklung bei. Insgesamt müssen Unternehmen mehr Geld aufwenden, etwa für Personal, Miete und Materialkosten. Die schwankende Wirtschaftslage lässt viele verunsichert zurück. Dabei erholt sich üblicherweise nur ein geringer Anteil wieder vollständig von einer Insolvenz.

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Was die Entwicklungen für den Arbeitsmarkt bedeuten

Obwohl die Unternehmensinsolvenzen im Herbst wohl zunehmen, geben Experten vorsichtig Entwarnung für den Arbeitsmarkt. Für diesen sind überschaubare Folgen zu erwarten. Demnach müssen zwar einige Beschäftigte mit Schwierigkeiten rechnen, wenn ihr Arbeitgeber selbst von wirtschaftlichen Problemen betroffen ist. Insgesamt soll der Markt jedoch stabil bleiben, auch wenn die Zahl der Firmenpleiten laut Prognosen höher als im vergangenen Jahr ausfallen dürfte.

Im August belief sich die Arbeitslosenquote laut Bundesagentur für Arbeit auf 6,4 Prozent. Vergleicht man sie mit dem Vorjahresmonat, fällt sie nur etwas höher aus: Sie lag damals bei 6,3 Prozent. Wie die Quoten für September und Oktober 2025 ausfallen, zeigt sich bald. Klar ist jedoch, dass viele Unternehmen und auch Beschäftigte unter der wirtschaftlichen Lage in Deutschland leiden ‒ und auf Besserung hoffen.