
Weiterhin schlägt die Pleitewelle gnadenlos zu: Ein weiterer deutscher Familienbetrieb ist insolvent und konnte diesen schweren Schritt nicht mehr verhindern. Über 100 Mitarbeiter müssen nun bangen und hoffen, dass sie ihren Job behalten können.
Ein weiterer deutscher Familienbetrieb muss aufgrund der schwierigen Lage jetzt einen Insolvenzantrag stellen, denn er steht vor der Zahlungsunfähigkeit. Damit setzt sich das Drama der deutschen Wirtschaft weiter fort.
Wirtschaftskrise fordert neues Opfer: Lage entspannt sich nicht
Derweil gibt es noch keine Gründe anzunehmen, dass sich etwas Unbekanntes an der Wirtschaftslage in Deutschland in positivem Sinne verändern wird. Zwar weiß die Politik anhand von zahlreichen Umfragen und Studien, wo die Probleme hierzulande liegen. Doch bislang können die Unternehmen nur darauf warten, dass zeitnah entsprechende Maßnahmen getroffen werden. Die Angestellten bangen und hoffen mit, denn es geht auch um ihre Arbeitsplätze, die jeden Tag auf dem Spiel stehen.
An jedem Tag, der ungenutzt verstreicht, müssen weitere kleine und große Unternehmen Insolvenz anmelden. Sie können die hohen Kosten bei gleichzeitig rückgängigen Auftragszahlen einfach nicht mehr stemmen und müssen aufgeben. Damit gehen auch die Arbeitslosenzahlen in die Höhe.
Deutscher Familienbetrieb insolvent: Perspektive für die Angestellten
Aktuell trifft es einen weiteren deutschen Familienbetrieb aus einer Branche, die ohnehin schon zu kämpfen hat. Nach knapp 50 Jahren hat der Landmaschinen-Hersteller Herbert Dammann GmbH in Buxtehude in Niedersachsen, Insolvenz angemeldet. Das Unternehmen hat ein Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung gewählt, sodass die Geschäftsführung weiterhin im Amt bleibt. Die Geschäftsführung, die in zweiter Generation von Nadine Dammann geleitet wird, betont, dass man die wirtschaftliche Notlage aus eigener Kraft meistern wolle. Man sei überzeugt, wie gewohnt weitermachen zu können und gestärkt aus der Situation hervorzugehen. Unterstützt wird das Verfahren durch einen vom Gericht bestellten Sachwalter und den Sanierungsexperten Dr. Jörg Grau.
In der Insolvenz geht der Betrieb für die 140 Angestellten jedoch regulär weiter. Sie erhalten ihre Löhne und Gehälter aus dem Insolvenzgeld. Trotz eines zuletzt erzielten Umsatzes von 35 Millionen Euro kämpfe das Familienunternehmen bereits seit Längerem mit einer rückläufigen Kundennachfrage. Aufgrund der schlechten Wirtschaftslage in Deutschland seien immer weniger Menschen und Betriebe bereit, in eine Landmaschine zu investieren, heißt es. Jetzt geht es um die Zukunft eines weiteren Traditionsbetriebes. Die Löhne und Gehälter sind über das Insolvenzgeld bis einschließlich Juli 2026 gesichert.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)














