Polizeiwarnung: Niemals die Pakete für den Nachbarn annehmen

Eine ältere Person, von der nur die Hand zu sehen ist, nimmt ein Paket entgegen, das ihr von einem Paketzusteller überreicht wird. Das Paketvolumen aus Online-Bestellungen wächst.
Symbolbild © istockphoto/pocketlight

Weihnachten steht vor der Tür, und das Weihnachtsgeschäft ist in vollem Gange. Das betrifft auch den Online-Handel und die Paketdienste, die mit Hochdruck arbeiten. Pakete für den Nachbarn anzunehmen, kann aber nach hinten losgehen.

Die meisten Bürger dürften Pakete für den Nachbarn ohne Bedenken annehmen. Gerade zur Weihnachtszeit ist die Zustellung an andere Hausbewohner beliebt. Doch sie birgt auch Risiken.

Hohes Aufkommen: So viele Pakete werden zu Weihnachten verschickt

Das Paketvolumen erreicht zur Weihnachtszeit traditionell einen Höhepunkt. DHL weist bereits jetzt darauf hin, dass das Weihnachtsgeschäft eine enorme Herausforderung für die Logistik darstellt, und rät Verbrauchern, Pakete unbedingt rechtzeitig zu verschicken. Schon im November steigt durch Aktionen wie Black Friday und Cyber Week das Paketaufkommen, wodurch die Zusteller an ihre Grenzen stoßen. Für das Weihnachtsgeschäft gilt innerhalb Deutschlands nach DHL-Angaben der 20. Dezember als letzter Termin für den Versand normaler Pakete, während Express-Sendungen bis zum 22. Dezember verschickt werden können.

Für den internationalen Versand gelten dabei gesonderte Regelungen. DHL hat frühzeitig mit Vorbereitungen für das Weihnachtsgeschäft 2025 begonnen und etwa 10.000 zusätzliche Aushilfskräfte eingestellt, die tarifgerecht bezahlt werden und das Team aus 150.000 Mitarbeitenden in Sortierzentren und bei der Zustellung unterstützen. Zudem hat DHL rund 11.000 zusätzliche Fahrzeuge angemietet.

Pakete für den Nachbarn annehmen: Hier sollte man vorsichtig sein

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Bei der Annahme für den Nachbarn sollten Bürger vorsichtig sein. Das Annehmen eines Pakets für den Nachbarn ist freiwillig; es besteht keine Verpflichtung dazu. Wird das Paket angenommen, muss der Empfänger es allerdings auch ordnungsgemäß aushändigen. Einige Weihnachtspakete kommen in diesem Jahr wohl nicht mehr pünktlich an.

Die Polizei rät dazu, vorsichtig zu sein, wenn man Pakete für Nachbarn annimmt, besonders während der Weihnachtszeit. Sobald man ein Paket für jemand anderen entgegennimmt, ist man rechtlich dafür verantwortlich. Nicht mehr der Paketdienst haftet dann, was bei Verlust, Beschädigung oder Betrugsfällen problematisch werden kann. Betrüger nutzen dieses System aus, indem sie Bestellungen auf falsche Namen tätigen und vor der Zustellung die Klingelschilder manipulieren. Wenn die eigentliche Person nicht auffindbar ist, werden Pakete oft bei Nachbarn abgegeben, und die Betrüger holen sie dort ab. Gegenüber dem Händler geben sie vor, das Paket nie erhalten zu haben.

Weitere Betrugsmaschen beinhalten das Verschicken wertloser Artikel anstelle der eigentlichen Bestellung. Sobald ein Nachbar das Paket angenommen hat, wird es schwer, den Schaden nachzuweisen oder rückgängig zu machen. Daher sollte man nur für Nachbarn Pakete annehmen, die man gut kennt, bestenfalls nach vorheriger Absprache, oder die Annahme ablehnen, wenn man sich unsicher fühlt.

(Quelle: Polizei, Verbraucherschutz Deutschland, Deutsche Post)