Preis-Hammer im Urlaub: Reisende ziehen jetzt die Notbremse

Eine männliche Hand hält Geld ins Bild, einen 10-Euro-Schein und einen 20-Euro-Schein. Im Hintergrund ist ein Urlaubsort mit Sonnenschein, Meer, Strand und schöner Natur zu sehen.
Symbolbild © imago/Bihlmayerfotografie

Urlaub kann sich heutzutage zwar fast jeder leisten, doch er wird auch immer teurer. Bei einer bestimmten Destination droht sogar der Preis-Hammer, weshalb Reisende dort zunehmend die Notbremse bei ihrer Planung und Unterbringung ziehen müssen.

Urlaub in einer der beliebtesten Gegenden Europas wird teurer und viele Reisende passen ihre Pläne bereits an, ziehen teils gar die Notbremse, ohne es auf den ersten Blick zu bemerken. Was dahintersteckt, offenbart ein genauer Blick auf das Zielland.

Erst wirkt alles normal – doch auf den zweiten Blick wird es teuer

Die Kanarischen Inseln zählen seit Jahrzehnten zu den beliebtesten Sonnenzielen Europas. Das ganzjährig milde Klima und die kurzen Flugzeiten machen die Inselgruppe vor allem bei deutschen Urlaubern attraktiv. Doch in diesem Jahr verändert sich das Reiseverhalten spürbar – und das hat einen guten Grund. Steigende Kosten machen sich inzwischen in fast allen Bereichen des Reisens bemerkbar. Neben Flügen verteuern sich auch Restaurants, Mietwagen und Freizeitangebote. Wer seinen Urlaub sorgfältig plant, kann dennoch sparen. Experten empfehlen, Unterkünfte frühzeitig zu buchen und Preise auf mehreren Portalen zu vergleichen. Auch Reisen außerhalb der Ferienzeiten sind häufig deutlich günstiger.

Vor der Buchung lohnt sich ein Blick ins Kleingedruckte. Manche Angebote wirken preislich attraktiv, enthalten aber weder Gepäck noch Transfer oder Frühstück. Zusätzlich empfiehlt das Europäische Verbraucherzentrum, Stornierungsbedingungen und mögliche Touristensteuern vor Reiseantritt zu prüfen, um unerwartete Kosten zu vermeiden. Ein weiterer Punkt fällt vielen Reisenden zunächst gar nicht auf. Genau dieser verändert den Urlaub auf den Kanaren derzeit besonders deutlich.

Lesen Sie auch
Millionen Handys schlagen Alarm – überall heulen die Sirenen

Sommerurlaub 2026: Preise steigen – Aufenthalte werden immer kürzer

Aktuelle Zahlen zeigen, dass die Übernachtungen auf den Kanaren zuletzt leicht zurückgegangen sind. Gleichzeitig kletterten die Hotelpreise weiter nach oben. Für viele Urlauber wird ein längerer Aufenthalt dadurch zunehmend zur Kostenfrage. Die Reaktion ist deutlich: Statt zwei Wochen buchen viele Gäste nur noch zehn Tage oder sogar eine Woche. Auch Reiseveranstalter passen ihre Angebote an. Viele Pauschalreisen umfassen inzwischen weniger Übernachtungen als früher, obwohl der Gesamtpreis auf den ersten Blick kaum verändert erscheint.

Damit verändert sich das Reiseverhalten spürbar. Höhere Zimmerpreise gleichen sinkende Übernachtungszahlen teilweise aus, gleichzeitig achten Urlauber stärker auf ihr Budget und vergleichen Angebote intensiver als noch vor wenigen Jahren. Wer eine Reise auf die Kanaren plant, sollte deshalb nicht nur den Reisepreis vergleichen. Erst die Kombination aus Übernachtungszahl, enthaltenen Leistungen und Zusatzkosten zeigt, ob ein Angebot tatsächlich günstig ist oder lediglich den Eindruck eines Schnäppchens vermittelt.

(Quellen: INE, ISTAC, Eurostat)