
Im Mai steht eine schwierige Entscheidung an, denn dann wird über die Entscheidung des digitalen Euro abgestimmt. Während die einen diesen Schritt begrüßen, fürchten andere um ihre Sicherheit.
Geht es nach den Befürwortern, könnte die Entscheidung für den digitalen Euro gar nicht schnell genug fallen. Doch diese wird erst im Mai getroffen.
Einführung des digitalen Euro: Neue Währung spaltet die Gemüter
Schon seit einiger Zeit steht nicht nur die Frage im Raum, ob es den digitalen Euro geben soll, sondern auch ab wann. Geht es nach den Befürwortern, könnte die Einführung gar nicht schnell genug über die Bühne gehen. Denn sie sehen in dem digitalen Euro eine Möglichkeit, die europäischen Länder unabhängig von anderen Ländern bezüglich des Zahlungsverkehrs zu machen. Denn wenn jemand anderes außer einem Land innerhalb der EU in der Lage ist, den Zahlungsverkehr zu kontrollieren, könne man auch dafür sorgen, dass ein so elementares Alltagswerkzeug eben nicht mehr funktioniert, so die Argumentation.
Die Gegenseite sieht jedoch ein anderes, größeres Problem. Die Gegner fürchten um die eigene Privatsphäre und um den Datenschutz. Dieser sei in dem letzten Vorschlag nicht gegeben gewesen, weshalb man sich auch nicht einigen konnte.
Entscheidung für digitalen Euro: Im Mai soll es Klarheit geben
Geht es beispielsweise nach dem deutschen Politiker Lars Klingbeil, könnte der Euro gar nicht schnell genug eingeführt werden. Dieser soll nämlich als Alternative zu Visa und Mastercard fungieren. Die meisten Transaktionen über die Kreditkarte würden nämlich über diese beiden amerikanischen Unternehmen laufen. Angesichts der Spannungen zwischen den USA und Europa könne man nicht zusehen, wie der Zahlungsverkehr in Europa womöglich Schaden nehmen könne.
Deshalb plädiert Klingbeil dafür, den Weg für den digitalen Euro so schnell wie möglich freizugeben und damit die Abhängigkeit von den USA massiv einzuschränken oder sogar komplett zu beseitigen. Europäer könnten dann auf das europäische Zahlsystem zurückgreifen. Derzeit arbeitet man an einem Vorschlag, der den Datenschutz und die Privatsphäre stärker berücksichtigen soll. Deshalb seien eine Online- und eine Offline-Version geplant. Dies schütze zwar den privaten Zahlungsverkehr. Jedoch erschwert es auch das Ahnden illegaler Machenschaften. Bis Mai hat die EU also noch viel zu tun.
(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure, Euronews, Europäische Zentralbank)














