Ramadan beginnt: Darum verzichten Millionen Muslime auf Essen

Ein muslimischer Mann betet in einer Moschee. Er beugt sich tief auf seinem Gebetsteppich in Richtung Kaaba. Der Mann trägt eine Gebetskappe.
Symbolbild © istockphoto/ozgurdonmaz

Der Ramadan fängt wieder an und viele Nicht-Muslime fragen sich, was das überhaupt ist. Dabei gibt es einen ganz bestimmten Grund, warum Millionen Muslime nun auf das Essen verzichten. Und der ist tiefer, als viele Menschen annehmen.

Jetzt beginnt für viele Musliminnen und Muslime weltweit eine der wichtigsten Zeiten des Jahres: der Ramadan. Ein Monat, in dem die Muslime aufs Essen verzichten – und zwar von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang. Und die Gründe dafür gehen tiefer, als viele Menschen auf den ersten Blick annehmen.

Jetzt beginnt wieder der Ramadan

Wann genau der Ramadan beginnt, ist weitgehend unterschiedlich. Denn er ist abhängig von der Sichtung der Mondsichel, da der islamische Kalender ein Mondkalender ist. Für 2026 jedoch erwartet man, dass der Ramadan jetzt beginnt und um den 19. März endet. Je nach Land und Sichtungsmethode kann das um einen Tag variieren. Generell ist der Ramadan der neunte Monat des islamischen Mondkalenders und gilt als einer der heiligsten im Jahr. Dass Millionen Muslime in der Zeit auf Essen verzichten, hat sowohl eine spirituelle als auch eine soziale Bedeutung. Denn Gläubige sollen in dieser Zeit nicht nur körperlich fasten, sondern auch ihren Geist reinigen, sich dem Gebet aufmerksamer widmen und ihre Beziehung zu Gott vertiefen.

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Dabei erinnert der Fastenmonat an den Zeitpunkt, zu dem der Koran dem Propheten Mohammed offenbart wurde – ein zentrales Ereignis im islamischen Glauben.
Der Verzicht auf das Essen beginnt an jedem Tag für Millionen Muslime mit dem ersten Morgengebet und endet mit dem Iftar, einem abendlichen Fastenbrechen bei Sonnenuntergang. Zwischen diesen Zeiten verzichten Gläubige strikt auf Speisen, Getränke, Tabak und sexuelle Beziehungen. Auch schlechte Gewohnheiten wie Streit oder unfreundliche Worte vermeidet man in dieser Zeit.

Gemeinsam mit Familie und Freunden feiern

Von den Millionen Muslimen, die aufs Essen verzichten, sind schwangere und stillende Frauen ausgenommen. Auch kranke Menschen, Kinder vor der Pubertät oder Reisende, sind nicht verpflichtet zu fasten. Nach etwa 29 bis 30 Tagen endet der Ramadan dann mit dem Fest des Fastenbrechens, auch bekannt als Eid al-Fitr.

Dieses Fest ist ein Höhepunkt im islamischen Kalender und wird mit gemeinsamen Gebeten, Essen und dem Austausch von Geschenken gefeiert. Familien und Freundeskreise kommen zusammen, um das Ende des Fastens zu feiern.

(Quellen: eigene Recherche der KA-Insider-Redakteure)