
Nun präsentieren die Bundestag-Politiker die Regenbogenflagge. Ein buntes Zeichen für Vielfalt und Toleranz. Passend dazu wurde es im Plenum laut – aufgrund der ungewöhnlichen Geste.
Nun hat man ein Zeichen gesetzt. Denn Bundestag-Politiker haben die Regenbogenflagge gezeigt. Damit steht man für Toleranz, Akzeptanz und Gleichberechtigung aller Menschen mit ihren unterschiedlichsten Identitäten und Orientierungen ein.
Für Toleranz: Regenbogenflagge im Bundestag
Bundestags-Politiker haben nun die Regenbogenflagge gezeigt – und das mitten im Plenum. Politiker von den Linken und Grünen haben sich Jacken angelegt und formten so eine gemeinsame große Regenbogenflagge. Dieser ungewöhnliche Akt wird als Protest gegen die derzeitige Bundestagspräsidentin Julia Klöckner von der CSU gesehen. Denn diese hatte kürzlich verkündet, dass es keine Regenbogenflagge mehr auf dem Reichstagsgebäude zum Christopher Street Day geben soll. Das kam nicht bei allen gut an. Und so entschieden die Bundestags-Politiker selbst, Regenbogenflagge zu zeigen. Man plädierte auf eine Rücknahme des neu ausgesprochenen Verbots und will, dass der Bundestag ebenfalls ein Zeichen für Vielfalt setzt. Das kann tatsächlich wichtig sein. Denn in den vergangenen Jahren gab es immer mehr Übergriffe und Attacken gegen queere Menschen. Allein im vergangenen Jahr sollen die Überfälle laut Statistiken um acht Prozent angestiegen sein. Umso wichtiger also, dass Bundestag-Politiker Regenbogenflagge zeigen. Dass Julia Klöckner ein Flaggenverbot beschlossen hat, ist darum für viele Menschen genau das falsche Signal.
Buntes Zeichen von Politikern gesetzt
Wie zu erwarten, gab es während der Diskussion immer wieder laute Zwischenrufe und jede Menge Aufruhr. Insbesondere die Grünen, Linken, aber auch die AfD waren dabei besonders engagiert. Mehrere Male musste man die geplanten Reden darum auch unterbrechen. Ob die Bundestags-Politiker mit ihrer Regenbogenflagge als Protestaktion Erfolg haben werden, ist derzeit noch nicht bekannt. Allerdings ist es durchaus ein wichtiges Zeichen, dass auch Politiker sich ganz eindeutig gegen sogenannte Hasskriminalität in der Bundesrepublik aussprechen. Derzeit soll sich laut einigen Statistiken jeder zehnte Übergriff gegen bisexuelle, trans- und intergeschlechtliche sowie schwule, lesbische oder queere Menschen richten.














