
Für viele Bürger wird das Jahr 2027 wohl teurer. Sparmaßnahmen der Bundesregierung, die mit einigen Kürzungen einhergehen, zeichnen ein düsteres Bild für Familien und Haushalte. Folgende Änderungen sind konkret geplant.
Aufgeheizte Stimmung nach der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt
Die Bundesregierung steht weiterhin unter politischem Druck – und Kanzler Friedrich Merz (CDU) gilt laut Befragungen derzeit als unbeliebtester Kanzler Deutschlands. Vor allem die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, die der CDU lediglich 17,2 Prozent einbrachte, befeuert die aktuellen Debatten rund um die deutsche Regierung erneut. Auch von einem vorzeitigen Scheitern der Koalition wird gesprochen, nachdem zuvor bereits die Ampel-Regierung zerbrochen ist. Laut Markus Söder (CSU) wäre ein solches Szenario jedoch ein echtes „Desaster“. Unter anderem fordert der Ministerpräsident von Bayern eine schnelle Umsetzung der geplanten Reformen sowie eine bessere Kommunikation.
Warum 2027 für viele wohl teurer wird
Inzwischen liegt auch der Haushaltsentwurf für 2027 bereit – und erneut hagelt es von verschiedenen Seiten Kritik. Unter anderem äußern sich Sozialverbände skeptisch: Durch die geplanten Einsparungen würde man vor allem Geringverdiener hart treffen. Vorgesehen ist zwar eine Steigerung des Kindergeldes, was Familien künftig 267 pro Kind einbringt. Zugleich sieht der Entwurf jedoch eine kürzere Bezugsdauer für das Basiselterngeld vor. Demnach stehen Berechtigten in Zukunft nicht mehr die üblichen 14 Monate, sondern lediglich zwölf Monate zu. Zudem erhalten von Armut betroffene Kinder bislang einen Kindersofortzuschlag von 25 Euro monatlich – doch dieser fällt bald ebenfalls weg.
Überdies gibt es Änderungen beim Wohngeld. Die reguläre Anpassung der Unterstützung wird ausgesetzt. Das bedeutet: Es gibt keine Erhöhung. Stattdessen sieht der Entwurf Einsparungen vor, die sich direkt auf die Höhe des individuellen Wohngeldsatzes der Haushalte in Deutschland auswirken können. Das Wohngeld enthält bislang auch eine Heizkostenkomponente, die nun gekürzt werden soll. Ende November soll der geplante Etatentwurf für 2027 final verabschiedet werden. Ob und welche Änderungen sich noch ergeben, bleibt abzuwarten.
(Quellen: Bundesregierung, CDU, CSU)














