
Und wieder einmal streicht die Bundesregierung eine wichtige Hilfe für Eltern. Millionen Familien sind damit von einem Plan betroffen, der ihnen ein weiteres Mal den Alltag erschwert.
Millionen Familien sind nun von einer weiteren Maßnahme betroffen, die die Bundesregierung ab dem kommenden Jahr umsetzen will. Dadurch wird ihr der Familienalltag einmal mehr negativ beeinträchtigt.
Erleichterungen für Eltern während der Corona-Zeit sind vorbei
Die reguläre Zahl der Kinderkrankentage lag vor der Corona-Pandemie bei zehn Arbeitstagen pro Elternteil und Kind im Jahr. Während der Pandemie wurde dieser Anspruch als Entlastung für Familien massiv angehoben und nach der Krise auf einem Zwischenniveau stabilisiert. Zur Bewältigung von Kita- und Schulschließungen während der Corona-Pandemie erhöhte man den Anspruch drastisch, zeitweise auf bis zu 30 Tage pro Elternteil.
Nach dem Auslaufen der extremen Pandemie-Sonderregeln einigte sich die Politik auf einen Kompromiss von 15 Tagen pro Elternteil und Kind. Doch damit soll ab dem neuen Jahr Schluss sein. Damit will man gleich mehreren Problemen entgegenwirken.
Millionen Familien betroffen: Das plant die Bundesregierung
Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann hat im Bundestag angekündigt, diese Sonderregelung nicht über das Jahr 2026 hinaus zu verlängern. Mit dem Ziel, den bundesweiten Krankenstand zu senken, ist ab dem 1. Januar 2027 die Rückkehr zum Vor-Corona-Niveau von zehn Tagen bzw. 20 Tagen für Alleinerziehende gesetzlich vorgesehen. Bundesgesundheitsminister Carsten Linnemann betonte im Bundestag, dass es sich bei der Ausweitung um eine reine Krisenmaßnahme gehandelt habe, die man nun auch wieder planmäßig beenden wolle.
Die Maßnahme gliedert sich in die Pläne von Kanzler Friedrich Merz ein. Das erklärte Ziel ist es, den im internationalen Vergleich hohen Krankenstand in Deutschland spürbar zu senken. Zusammen mit anderen geplanten Schritten wie der Wiedereinführung der Attestpflicht ab dem ersten Krankheitstag soll der Reduzierung von Fehlzeiten im Beruf entgegengewirkt werden. Durch das Auslaufen der 15-Tage-Regelung sollen die gesetzlichen Krankenkassen finanziell entlastet werden. Die Bundesregierung erhofft sich dadurch Einsparungen im Bereich von rund 100 Millionen Euro.
(Quellen: BMG, Bundestag)














