
In Zweibrücken in Rheinland-Pfalz kauft eine Privatperson eine Straße und erwartet nun von Anwohnern ein Angebot für den Abkauf.
Zu Streitigkeiten zwischen Nachbarn kommt es häufiger. Manchmal arten diese so aus, dass sogar die Polizei und Anwälte eingeschalten werden. In Rheinland-Pfalz kommt es zu einer Diskussion zwischen Anwohnern und dem Eigentümer der Straße. Letzterer möchte die Straße sperren lassen, wenn ihm diese von den sich nun sorgenden Anwohnern nicht abgekauft wird.
Die Straße soll ungefähr 2.500 Euro gekostet haben
Im Juli 2022 kauft ein Mann aus Rheinböllen im Hunsrück die Siebenpfeifferstraße in Zweibrücken. Die Stadt mit circa 35.000 Einwohnern liegt in Rheinland-Pfalz. Laut verschiedenen Berichten kauft der Mann die Straße bei einer Auktion in Köln. Die Straße soll ungefähr 623 Quadratmeter umfassen und für circa 2.500 Euro versteigert worden sein.
Ein Straßenkauf ist dann möglich, wenn die Stadt keinen Anspruch auf das Grundstück erhebt. Im Falle der Siebenpfeifferstraße lehnte die Stadt Zweibrücken den Erwerb der Straße ab, um Reparatur- und Instandhaltungskosten zu vermeiden.
Der Eigentümer möchte die Anwohner zu einem Kauf der Straße bringen
Deshalb konnte der Mann die Straße erwerben. Für die Anwohner wird das Eigentum der Straße jetzt aber zum Problem: Anfang April erhalten die 30 Parteien, welche in insgesamt vierzehn Häusern in der betroffenen Straße wohnen, ein Anschreiben vom neuen Eigentümer: Dieser droht damit, die Straße sperren zu lassen, sodass diese von den Anwohnern nicht mehr genutzt werden könnte. Der Eigentümer bietet den Anwohnern an, dass sie ihm die Straße aber gerne abkaufen können. Hierbei bemerkt er ebenfalls an, dass sich alle Parteien für den Kauf zusammenschließen können.
Die Anwohner der Straße sind nun in Sorge und fühlen sich durch das Angebot erpresst und sollen deshalb bereits einen Anwalt eingeschaltet haben. Der Eigentümer der Siebenpfeifferstraße gibt den Anwohnern bis Anfang Mai Zeit, um ein Angebot für den Kauf der Straße abzugeben. Danach wird er laut eigenen Angaben die Straße sperren lassen. Die Stadt Zweibrücken bietet an, gern ein Gespräch zwischen Anwohnern und Straßeneigentümer initiieren. Weitere Hilfestellung bietet die Stadt bisher nicht an.














