
Dass die Rente im Alter nicht reicht, ist für viele Senioren bittere Realität. Vielen bleibt nur die Möglichkeit, auch im Ruhestand einem Nebenjob nachzugehen. Klar ist zugleich: Die Altersarmut in Deutschland hat deutlich zugenommen.
Ob Restaurantbesuche oder ein Ausflug mit den Enkeln – alles will gut überlegt sein. Viele Rentner können sich alltägliche Freuden kaum noch leisten. Ein Nebenjob bleibt manchmal die einzige Option.
Armut im Alter: heute keine Seltenheit mehr
Jahre voller Arbeit – und doch reicht das Geld im Alter nicht immer aus, um sich eine Reise oder den regelmäßigen Besuch im Café leisten zu können. Selbst ein voller Einkaufswagen bereitet vielen Betroffenen heute Bauchschmerzen, denn jeder Kauf will gut überlegt sein. Auswertungen belegen, dass die Altersarmut in Deutschland in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen ist. Immer mehr Menschen sind auf Grundsicherung angewiesen. Vor allem die steigenden Lebenshaltungskosten sind ein Grund für die Entwicklung, aber auch ein sinkendes Rentenniveau, Zeiten der Arbeitslosigkeit und niedrige Löhne. Länger im Arbeitsleben zu bleiben, ist nicht für alle Betroffenen eine realistische Option, zumindest nicht in Vollzeit.
Wenn die Rente nicht reicht: Diese Nebenjobs sind möglich
Wer seine Rente aufbessern möchte, kann ‒ je nach körperlicher und gesundheitlicher Verfassung ‒ einem Nebenjob nachgehen. Geeignet sind unter anderem Hausmeistertätigkeiten oder Fahrerjobs. Verfügt man über spezielles Fachwissen auf einem bestimmten Gebiet, ist eine Arbeit als Coach oder Nachhilfelehrer denkbar. Allerdings spielt nicht nur der finanzielle Aspekt im Alter eine Rolle, sondern auch die zunehmende Belastung durch Einsamkeit und Isolation. Um vorzubeugen, hilft zum Beispiel eine ehrenamtliche Arbeit mit Menschen. Unter Umständen ist hier eine Vergütung möglich, die bis zu einem bestimmten Betrag steuerfrei bleibt.
Bleibt man freiwillig sozialversicherungspflichtig beschäftigt, ermöglicht die sogenannte Aktivrente inzwischen einen steuerfreien Verdienst von bis zu 2.000 Euro im Monat. Das bedeutet auch: Selbstständige und Minijobber können diese Regelung nicht nutzen. Mit Einführung der steuerlichen Reform will man den Fachkräftemangel in Deutschland bekämpfen. Die Aktivrente ist offiziell zu Beginn des Jahres 2026 in Kraft getreten.
(Quellen: Rentenexperten, Statistisches Bundesamt, Bundesagentur für Arbeit, dpa)














